• News
Positionspapier zur Zukunft der Pflege

Stiftungsallianz will Pflege stärken

Mehr Verantwortung für professionell Pflegende, 30.000 Studienplätze mehr für Pflegeberufe und eine stärkere Selbstverwaltung – das fordern 3 große Stiftungen.
Mehr Verantwortung für professionell Pflegende, 30.000 Studienplätze mehr für Pflegeberufe und eine stärkere Selbstverwaltung – das fordern 3 große Stiftungen.

Mehr Verantwortung für professionell Pflegende durch die Übernahme ärztlicher Aufgaben, 30.000 Studienplätze mehr für Pflegeberufe und eine stärkere Selbstverwaltung – das sind die zentralen Forderungen in einem gemeinsamen Positionspapier von Robert Bosch Stiftung, Bertelsmann Stiftung und Stiftung Münch.

Deutschland leistet sich Dauerpflegenotstand

"Die Realität zeigt, dass das Bild 'Pflege kann jeder" gefährlich ist und nicht gegen den Fachkräftemangel hilft", sagte die Leiterin des Bereichs Gesundheit der Robert Bosch Stiftung, Bernadette Klapper, am Mittwoch vergangener Woche. Deutschland leiste sich eine sehr gute Breitenmedizin, eine wettbewerbsfähige Spitzenmedizin und zugleich einen Dauerpflegenotstand. "Um die Pflege in der Fläche zu sichern, müssen wir zusätzlich für Spitzenpflege sorgen. Nur wenn die Attraktivität des Berufsbildes steigt, werden wir langfristig genügend Personal gewinnen können", so Klapper weiter.

In ihrem Papier "Pflege kann mehr" verweisen die Stiftungen auf internationale Beispiele, die zeigen, wie der professionellen Pflege mehr Verantwortung übertragen werden könne.

"In vielen Nachbarländern werden seit langem gute Erfahrungen mit der partnerschaftlichen Aufteilung der Heilkundeverantwortung zwischen verschiedenen Berufsgruppen gemacht", sagte Boris Augurzky von der Stiftung Münch. Dabei werde verstärkt auf akademisch qualifizierte Pflegefachpersonen gesetzt, die in enger Kooperation mit Ärzteschaft sowie weiteren Akteuren Patientinnen, Patienten und Pflegebedürftige eigenverantwortlich diagnostisch sowie therapeutisch versorgten.

Auch die Kompetenz, bestimmte Medikamente und Hilfsmittel selbstständig verordnen zu können, gehöre für professionell Pflegenden in anderen Ländern zum Alltag.

Selbstverwaltung der Pflege stärken

Darüber hinaus raten die Stiftungen dazu, die Rolle der Pflege in der Selbstverwaltung im Gesundheitswesen zu stärken. "Dort, wo es um Entscheidungen geht, die Auswirkungen auf die pflegerische Versorgung haben, muss auch die professionelle Pflege mit am Tisch sitzen", sagte Uwe Schwenk von der Bertelsmann Stiftung. Pflegenden sollten sich selbst aber auch stärker organisieren und in die Debatten einbringen. Pflegekammern mit ihrer Pflichtmitgliedschaft böten eine gute Möglichkeit zur organisierten Selbstbestimmung der Pflege – auch wenn damit die freiwillige Selbstorganisation der Pflegenden keineswegs obsolet werde.

Deutscher Pflegerat (DPR) und Pflegekammer Niedersachsen begrüßten den Vorstoß der Stiftungsallianz. Das Papier sei ein "bedeutsamer Meilenstein" für die Zukunft der Pflege, so DPR-Präsident Franz Wagner. "Wir hoffen, dass diese Forderungen politisch und gesellschaftlich Gehör finden und schnellstmöglich umgesetzt werden", sagte Wagner.

Niedersachsens Kammerpräsidentin Sandra Mehmecke wies darauf hin, dass sowohl die "echte" Einbeziehung von Pflegefachfrauen und -männern in der primären Gesundheitsversorgung als auch die hierfür notwendige Einführung von Studiengängen zur Qualifikation für eine erweiterte Pflegepraxis "leider noch ein sehr strittiges Themenfeld" im Land seien. 

DIE SCHWESTER | DER PFLEGER

12x jährlich

Die Schwester | Der Pfleger 
Deutschlands meistabonnierte Pflegezeitschrift

Zeitschriftencover

PflegenIntensiv

4x jährlich

PflegenIntensiv ist das Spezialmagazin für Pflegende auf Intensivstationen, in der Anästhesie und im OP

Zeitschriftencover

Angehörige pflegen

4x jährlich

Angehörige pflegen ist auf die Bedürfnisse und Fragen pflegender Angehöriger zugeschnitten

Deutsches Pflegeblatt

halbjährlich

Hautnah dabei - das Magazin für alle Akteure in der Pflege an der Seite der Kammern, Berufsverbände und Politik 

DPB_01-2019-Titel.jpg

PKR Pflege- & Krankenhausrecht

6x jährlich

Einschlägige Gerichtsurteile, wichtige Entscheidungsgründe und Kommentierungen prägen die Inhalte dieser anerkannten Fachzeitschrift

Zeitschriftencover

f&w führen und wirtschaften im Krankenhaus

12x jährlich

Deutschlands meistgelesene Fachzeitschrift für das Management im Krankenhaus 

Zeitschriftencover