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Kurzzeitpflege

Mangel an Pflegeplätzen wächst

Bundesweit fehlen immer mehr Kurzzeitpflegeplätze. In keinem Bundesland gibt es eine flächendeckende, ausreichende Versorgung.
Bundesweit fehlen immer mehr Kurzzeitpflegeplätze. In keinem Bundesland gibt es eine flächendeckende, ausreichende Versorgung.

Bundesweit fehlen immer mehr Kurzzeitpflegeplätze. In Nordrhein-Westfalen (NRW) hat die Landesgeschäftsstelle des Bundesverbands privater Anbieter sozialer Dienste (bpa) vor einer "dramatischen Unterversorgung" in bestimmten Regionen gewarnt.

"Kurzfristig einen Platz zu finden, geht kaum", sagte NRW-Geschäftsstellenleiter Norbert Grote. Ein Grund sei, dass Heimplätze immer stärker mit Dauerpflegebedürftigen belegt seien und selbst für die Dauerpflege gebe es zu wenige Plätze.

Baden-Württemberg erhöht noch einmal Fördermittel

In Baden-Württemberg soll aufgrund der hohen Nachfrage die Kurzzeitpflege weiter ausgebaut werden. Für die kommenden 2 Jahre sind rund 2 Mio. Euro zusätzlich vorgesehen. Im vergangenen Jahr hatte das Land entsprechende Angebote mit 7,6 Mio. Euro aus einem Sonderförderprogramm unterstützt. Diese Mittel wurden vollständig abgerufen.

"Die hohe Nachfrage zeigt, wie dringend Angebote der Kurzzeitpflege benötigt werden und wie wichtig es deshalb war, das Programm aufzulegen", sagte Sozialminister Manne Lucha (Grüne).

In 8 Einrichtungen entstünden nun 152 solitäre Kurzzeitpflegeplätze. Das sind 15 % mehr als bislang vorhanden.

Das baden-württembergische Sozialministerium hat die Partner der Selbstverwaltung von Kassen, Einrichtungsträgern und kommunalen Landesverbänden zudem zu einem "Aktionsbündnis Kurzzeitpflege" versammelt. Aus der Arbeit dieses Bündnisses soll ein dauerhaftes Konzept für Kurzzeitpflege entstehen.

Bund will unterstützen, um Situation in der Kurzzeitpflege zu verbessern

Auch die Bundesregierung hat das Problem der Kurzzeitpflege erkannt. Bundesweit gebe es flächendeckend viel zu wenige Kurzzeitpflegeplätze. Ein Antrag auf Initiative der beiden Mitglieder im Gesundheitsausschuss des Bundestags, Heike Baehrens (SPD) und Lothar Riebsamen (CDU), soll für schnelle Verbesserungen sorgen.

Sie fordern die Bundesregierung auf, eine entsprechende Reform vorzulegen, um u.a. eine "wirtschaftlich tragfähige Vergütung" für Kurzzeitpflege zu schaffen. Auf die Länder soll zudem hingewirkt werden, damit diese ihrem gesetzlichen Auftrag nachkommen, den Ausbau der Angebote für Kurzzeitpflege stärker zu fördern. Noch im Januar soll die Anhörung des Ende 2019 gestellten Antrags erfolgen.

Die Zahl der fehlenden Plätze ließe sich zwar nicht beziffern, aber der Bedarf sei "riesig", sagte Riebsamen. "Wir wissen, dass es kein einziges Bundesland gibt, in dem es eine flächendeckende, ausreichende Versorgung gibt", fügte Baehrens hinzu.

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