Der Verband Katholischer Altenhilfe in Deutschland (VKAD) hat die Bundesregierung angemahnt, im Zug der Digitalisierung in der Pflege nicht die ambulante und häusliche Krankenpflege zu vergessen. Bislang liege der Fokus klar auf der stationären Pflege, so die Kritik des Verbands.
Dabei bringe die Digitalisierung für die häusliche Krankenpflege "richtig viel", sagte VKAD-Geschäftsführer Andreas Wedeking Anfang August in Freiburg. Vor allem Heil- und Hilfsmittel elektronisch über E-Verordnungen zu verschreiben, würde vieles erleichtern und beschleunigen.
Mit Blick auf das Personal betonte Wedeking: "1.200 Pflegefachkräfte stünden für die Pflege im häuslichen Bereich zur Verfügung, die heute in der Bürokratie der Verordnungen gefangen sind."
Im Juli hatte das Bundeskabinett einen Gesetzentwurf "für eine bessere Versorgung durch Digitalisierung und Innovation" verabschiedet. Nach der Sommerpause soll dieser im Bundestag beraten werden.
Der Entwurf sieht u.a. vor, Gelder für Pilotprojekte zur Verfügung zu stellen, um den Nutzen digitaler Technik zu erproben und Verwaltungsprozesse in der stationären Pflege zu vereinfachen.