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Gemeinsamer Bundesausschuss

Übergangsregelung für Perinatalzentren wird verlängert

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Sitzung des Gemeinsamen Bundesausschusses

Die Übergangsregelung zur Erfüllung der Personalvorgaben für die perinatologische Versorgung in Krankenhäusern wird verlängert. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat sich in seiner Sitzung von Donnerstag darauf verständigt, dass die Personalvorgaben für die Richtlinien über Maßnahmen zur Qualitätssicherung der Versorgung von Früh- und Reifgeborenen (QFR-RL) später verpflichtend greifen als bisher geplant. Der G-BA werde nun im Juli das Stellungnahmeverfahren zu den Regelungsvorschlägen einleiten.

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) hatte darauf hingewiesen, dass 191 von 211 Perinatalzentren wegen des Fachkräftemangels die geforderten Normen nicht erfüllen könnten. Eine Scharfstellung der Pflegepersonalanforderungen auf den neonatologischen Intensivstationen zum 1. Januar 2020 sei daher nicht zu verantworten. 
"Die drohende Einschränkung von verfügbaren Kinderintensivplätzen aufgrund zu rigider Personalvorgaben kann damit für 2020 abgewendet werden", so DKG-Hauptgeschäftsführer Georg Baum in einer Pressemitteilung der Krankenhausgesellschaft von diesem Freitag. Die Selbstverwaltungspartner müssten nun schnellstmöglich notwendige Anpassungen beschließen. Die DKG fordert u. a. eine Flexibilisierung für die Erfüllung der hohen Mindestanforderung einer 1:1- bzw. 1:2-Besetzung mit Pflegefachpersonal. Auch sei die Regelung, dass von dieser Mindestanforderung nur maximal 2 Schichten abgewichen werden könne, zu streichen.

Die QFR-RL legt u. a. die Anforderungen an die pflegerische Versorgung von Frühgeborenen mit einem Geburtsgewicht unter 1.500 Gramm fest. So muss etwa auf der neonatologischen Intensivstation eines Perinatalzentrums jederzeit mindestens eine Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin bzw. ein -pfleger je intensivpflichtigem Frühgeborenen verfügbar sein. 

Zudem müssen 40 % der Pflegekräfte auf neonatologischen Intensivstationen (Level 1-Zentren) Kinderkrankenpflegekräfte sein, die die Fachweiterbildung „pädiatrische Intensivpflege“ absolviert haben. In Level 2-Zentren ist ein Anteil von 30 % vorgesehen. 

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