Die von der Bundesregierung angestrebte bessere Bezahlung von Pflegefachpersonen auf Tarifniveau würde zwischen 1,4 und 5,2 Milliarden Euro jährlich kosten. Das geht aus einem Bericht der "Bild am Sonntag" hervor. Die Zeitung bezieht sich dabei auf eine Studie, die das unabhängige Forschungs- und Beratungsinstitut für Infrastruktur- und Gesundheitsfragen, IGES, für das Bundesgesundheitsministerium erstellt hat.
3 Varianten der tariflichen Bezahlung von Pflegenden
Demnach gibt es 3 mögliche Tarifmodelle
- Die günstigste Variante
Eine tarifliche Bezahlung nach Regionen oder Bundesländern.
Mehrkosten: etwa 1,4 Milliarden Euro jährlich - Die mittlere Variante
Ein gestaffelter Mindestlohn, bei dem eine Pflegefachperson bis zu 3.200 Euro brutto monatlich und eine Pflegehilfskraft bis zu 2.500 Euro brutto monatlich verdienen würde.
Mehrkosten: etwa 1,5 bis 2 Milliarden Euro jährlich - Die teuerste Variante
Alle Gehälter in der Pflege werden einheitlich an den Tarifvertrag im öffentlichen Dienst angepasst. Eine Pflegefachperson würde dann bis zu 3.625 Euro brutto monatlich verdienen, eine Pflegehilfskraft 3.186 Euro brutto monatlich.
Mehrkosten: etwa 5,2 Milliarden Euro jährlich
Die privaten Pflegeanbieter wehren sich allerdings gegen eine bundesweit festgelegte Bezahlung.