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Pflegemanifest: Mehr Verantwortung für Pflegende gefordert

Die Robert Bosch Stiftung hat am Donnerstag ihr Manifest "Mit Eliten pflegen" in Berlin vorgestellt. Darin enthalten sind eine Reihe von Forderungen, "wie die Zusammenarbeit von Pflegefachpersonen mit unterschiedlichen Ausbildungen im Team besser gelingen und die Pflege durch neue Karrieremöglichkeiten attraktiver werden kann".

"Wir brauchen eine professionelle Pflege, die perspektivisch Aufgaben im interprofessionellen Zusammenwirken übernimmt, die heute noch mehrheitlich beim Hausarzt liegen", heißt es in dem Manifest. Um die Gesundheitsversorgung in strukturschwachen Regionen sicherzustellen, sollten professionell Pflegende substituierende Aufgaben übernehmen wie Assessments, Verschreibungen, Triagierung und die Versorgung von Bagatellerkrankungen. Außerdem sollen sie die Koordinierung des Versorgungsprozesses pflegebedürftiger Personen verantworten.

Um diese Ziele zu erreichen, müssten unter anderem die professionell Pflegenden selbst aktiv werden, "indem sie verdeutlichen, welche existenziell wichtigen Aufgaben sie für die Gesellschaft erfüllen und welche Verantwortung sie übernehmen".

"Wir brauchen dringend attraktivere Karrierewege in der Pflege. Dazu müssen wir das gesellschaftliche Bild der professionellen Pflege ändern, das im Moment häufig darin besteht, gebrechliche Menschen umzulagern und Essen zu reichen", sagte der Präsident des Deutschen Pflegerats, Franz Wagner, der an der Erstellung des Manifests beteiligt war. Deutschland benötige nicht nur mehr Fachpersonal in der professionellen Pflege, sondern auch deutlich mehr akademisch qualifizierte Pflegefachpersonen in der direkten Versorgung.

Eine 40-köpfige Expertengruppe aus Pflegepraktikern, Pflegewissenschaftlern und Ärzten hat das Manifest in einem Zeitraum von zwei Jahren erstellt.

Tipp

Passend zum Thema erscheint Ende März die neue Ausgabe des Deutschen Pflegeblatts mit dem Fokus "Interprofessionelles Lernen".

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