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Hebammen wollen ihre Ausbildung akademisieren

Hebammen werden mehrheitlich an Fachschulen ausgebildet. Doch der Deutsche Hebammenverband (DHV) sieht darin jetzt dringenden Handlungsbedarf. „Der Beruf Hebamme soll zukunftssicher und attraktiv sein. Das erreichen wir nur mit einer Akademisierung“, sagte das DHV-Präsidiumsmitglied Yvonne Bovermann bei der Bundesdelegiertentagung des Verbands am Dienstag in Berlin. Die Berufsgesetze der Hebammen seien vor über 30 Jahren verabschiedet und seitdem nicht mehr an aktuelle Arbeitsbedingungen angepasst worden. In fast allen europäischen Ländern werde die Hebammenausbildung bereits vollständig an Hochschulen überführt. Auch in Deutschland stehe eine Reform bis 2020 aufgrund der bestehenden EU-Richtlinie zur Berufsanerkennung dringend an.

Besorgt schaut der DHV derzeit auch auf die neuen Abrechnungsregeln für Beleghebammen, die Anfang Januar 2018 in Kraft treten. Diese würden „noch nicht kalkulierbare Auswirkungen“ auf die geburtshilfliche Versorgung in einigen Bundesländern wie Bayern haben.

Mit Blick auf die Personalsituation fordert der DHV eine Eins-zu-eins-Betreuung durch eine Hebamme für eine Frau und Familie. Der Verband spreche sich deshalb für Personalbemessungsinstrumente aus.

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