Pflegebedürftige Menschen sollten stärker in den Mittelpunkt von Präventionsbemühungen rücken als das bisher der Fall ist. Denn sonst bleibe Pflegebedürftigkeit ein für die Betroffenen leidvolles und für die Gesellschaft teures Gesundheitsrisiko, sagte das Vorstandsmitglied im Dachverband Anthroposophische Medizin in Deutschland (DAMiD), Rolf Heine, am Mittwoch auf einem Kongress in Berlin.
Bislang werde die Bedeutung der professionellen Pflege für die Prävention weitgehend unterschätzt, bemängelte Heine. Dabei würden Prävention und Pflege helfen, Krankenhauseinweisungen zu vermeiden, Behandlungserfolge zu sichern und Lebensstiländerungen nachhaltig zu unterstützen.
„Was wir dafür brauchen, sind die Aufhebung der Sektoren-Trennung, Mindeststandards bei der Personalausstattung und mehr Pflegeforschung", forderte Heine.