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Streiks an Uniklinika in NRW

1.900 Streikende zum Auftakt, Verlängerung bis 11. Mai

Verdi hat nach Angaben der Uniklinik Köln zu einer nahtlosen Verlängerung des Streiks bis 11. Mai aufgerufen.

Die seit Mittwoch laufenden Streiks an den 6 Uniklinika in Nordrhein-Westfalen (NRW) führen zu drastischen Einschränkungen in den betroffenen Häusern. Nach Angaben der Gewerkschaft Verdi haben zum Streikauftakt 1.900 Personen in den Uniklinika mit Beginn der Frühschicht ihren Dienst nicht aufgenommen.

Drastische Einschränkungen in Uniklinika

Mit der sehr hohen Beteiligung demonstrierten die Streikenden ihre Entschlossenheit: Sie erwarteten die sofortige Aufnahme von Tarifverhandlungen für einen "Tarifvertrag Entlastung", sagte die Geschäftsführerin von Verdi Ruhr-West, Henrike Eickholt, in Essen. Den Weg für Verhandlungen müsse die Landesregierung frei machen.

Für Mittwochabend war ein Treffen der Verdi-Verhandlungsführenden mit NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) geplant. Der Minister hatte wenige Tage zuvor seine Unterstützung signalisiert.

Zwei Drittel der OP-Säle stehen still

Die Streiks an den Standorten in Aachen, Bonn, Düsseldorf, Essen, Köln und Münster führen nach Angaben der Häuser trotz Notdienstvereinbarungen zu massiven Einschränkungen der Patientenversorgung.

So teilte die Uniklinik Köln mit, dass zwei Drittel der 42 Operationssäle stillstehen. Auch auf Normal- und Intensivstationen sowie bei ambulanten und terminierten Behandlungen komme es zu erheblichen Einschränkungen.

Ab wann wieder schrittweise zum Normalbetrieb zurückgekehrt werden könne, sei aktuell nicht absehbar. Verdi habe zu einer nahtlosen Verlängerung des Streiks bis 11. Mai aufgerufen.

Essen: Binnen 4 Jahre 140 Vollkraftstellen für Pflege geschaffen

Die Universitätsmedizin Essen hat darauf verwiesen, seit 2018 rd. 140 Vollkraftstellen für die Pflege am Bett und im Funktionsdienst geschaffen zu haben. Trotz des vergleichsweise hohen Personalschlüssels unterstütze die Klinik die Forderung von Verdi nach einer weiteren Entlastung des Personals, denn in vielen Bereichen sei die Grenze der Belastbarkeit erreicht. Allerdings sei der zugrundeliegende Fachpersonalmangel eine bundesweite Herausforderung und nicht isoliert durch Streiks an Universitätsklinika eines Bundeslands zu lösen.

Für kommenden Samstag (12 Uhr) hat Verdi unter dem Motto "Wir für euch, ihr für uns" zu einer Großdemonstration in Düsseldorf vor dem Haus des Deutschen Gewerkschaftsbunds aufgerufen. Eine Abschlusskundgebung ist auf der Wiese vor dem Düsseldorfer Landtag (14 Uhr) geplant.

Vorschläge liegen auf dem Tisch

Bereits am Freitagabend (18.30 Uhr) soll es nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur (dpa) eine Diskussion zwischen Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD), einer Intensivpflegerin und einer Pflegeauszubildenden der Uni-Klinik Köln zum Thema geben.

Vorschläge des Lands im Tarifkonflikt würden aktuell bewertet, berichtete die dpa unter Berufung auf Gewerkschaftsangaben. Allen sei die Ernsthaftigkeit der Situation bewusst.

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