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Pflegestellen-Förderprogramm

DKG: "Arbeitsmarkt für Pflegekräfte ist leergefegt"

Die Fokussierung auf Pflegefachpersonal im Zuge der Untergrenzen-Regelung und im Hinblick auf das künftige Pflegebudget ist aus Sicht der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) "kontraproduktiv". Der Pflegefachkräftemangel mache es den Kliniken "unmöglich, in großem Maße neue Einstellungen vorzunehmen", teilte die DKG vergangenen Freitag mit.

Nach vorläufigen Zahlen über das Pflegestellen-Förderprogramm des GKV-Spitzenverbands hätten die Kliniken hierzulande im Jahr 2018 weniger als 100 zusätzliche Pflegekräfte rekrutieren können. Im Dreijahreszeitraum bis 2018 seien 3.440 Stellen finanziert worden.

"Unmöglichkeiten dürfen nicht auch noch bestraft werden"

"Das zeigt, dass der Arbeitsmarkt leergefegt ist", betonte die DKG. Das Fördervolumen hätte bei Weitem nicht ausgeschöpft werden können.

"Zugleicht macht es auch deutlich, dass die Sanktionen bei den Pflegepersonaluntergrenzen ausgesetzt werden müssen. Objektive Unmöglichkeiten bei Stellenbesetzungen dürfen nicht auch noch bestraft werden, zumal die Untergrenzen in einem mit Sicherheit nicht evidenzbasierten Verfahren festgelegt wurden", kritisierte DKG-Hauptgeschäftsführer Georg Baum.

"Alle helfenden Kräfte" müssten berücksichtigt werden, um das bestehende Fachpersonal in der Pflege zu entlasten – dazu zählten auch Hilfskräfte und Unterstützungsdienste.

Baum betonte außerdem, dass die Finanzierung des Pflegepersonalbestands im vergangenen Jahr für die Kliniken "hochgradig defizitär" geblieben sei. Denn der mit dem Pflegeförderungsgesetz versprochene Tarifausgleich sei aufgrund von gesetzlichen Nebenbedingungen nicht zum Zuge gekommen.

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