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Konzertierte Aktion Pflege

Pflegeverbände fordern weitere Verbesserungen

Der Deutsche Pflegerat (DPR), der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) und die Pflegekammer Niedersachsen begrüßen die am Montag gestartete Pflege-Ausbildungsoffensive im Zuge der Konzertierten Aktion Pflege (KAP). Allerdings kann auch ihrer Sicht das von Bundesministerin Franziska Giffey (Familie) und den Bundesministern Hubertus Heil (Arbeit) sowie Jens Spahn (Gesundheit) unterzeichnete 111-Punkte-Programm zur Verbesserung von Pflegeausbildung und -qualifikation nur ein erster Schritt sein, um die Attraktivität des Pflegeberufs zu verbessern.

Zur Halbzeit der KAP liegen somit nur die Ergebnisse der Arbeitsgruppe 1 „Ausbildung und Qualifizierung“ vor. Bis Juli 2019 müssen auch die Ergebnisse der übrigen vier Arbeitsgruppen vorliegen:

  • Arbeitsgruppe 2 „Personalmanagement, Arbeitsschutz und Gesundheitsförderung“
  • Arbeitsgruppe 3 „Innovative Versorgungsansätze und Digitalisierung“
  • Arbeitsgruppe 4 „Pflegekräfte aus dem Ausland“
  • Arbeitsgruppe 5 „Entlohnungsbedingungen in der Pflege“

Wagner: Masterplan Pflege entwickeln

Der DPR fordert, die Ergebnisse aller Arbeitsgruppen zu verknüpfen und die KAP zu einem Masterplan Pflege weiterzuentwickeln. "Eine so Koordinierte Aktion Pflege ist die letzte Chance, das Blatt hin zu mehr Personal und zu besseren Arbeitsbedingungen in der Pflege und damit zur Sicherstellung der Versorgung zu wenden", sagte Rats-Präsident Franz Wagner. "Nur wenn sich die Rahmenbedingungen pflegerischer Arbeit rasch und spürbar verbessern, werden wir den aktuellen und den zukünftigen Versorgungsbedarf bewältigen können", so Wagner weiter.

Bienstein: Arbeitsbedingungen verbessern

Auch DBfK-Präsidentin Christel Bienstein mahnte, "solange die Voraussetzungen für eine Ausbildung auf gutem Niveau und ein Verbleiben im Beruf nicht stimmen, wird die Offensive wenig ausrichten können. Die Arbeitsbedingungen, insbesondere die Pflegefachpersonalbesetzung, sind sofort und spürbar zu verbessern, sonst gehen der Branche weiterhin viele junge (und auch ältere), begabte und leistungsbereite Menschen verloren." Die Ausbildungsträger müssten ihren Verpflichtungen nachkommen und für gute Ausbildung erforderliche Ressourcen bereitstellen. "Nur mit Investitionen in Pflegefachpersonal können sie die Zukunft ihres Unternehmens sichern. Pflege muss endlich wieder zu einem Beruf werden, den man aus voller Überzeugung empfehlen kann", so Bienstein. 

Mehmecke: Primärqualifizierende Pflegestudiengänge einrichten

Die Erhöhung der Auszubildendenzahl dürfe "nicht auf Kosten einer Absenkung der Zugangsvoraussetzungen passieren", sagte die Präsidentin der Pflegekammer Niedersachsen, Sandra Mehmecke. Die Ausbildungsoffensive sieht auch einen Erhöhung der Zahl der Studienplätze für eine hochschulische Pflegeausbildung vor. "Gerade in Niedersachsen gibt es hier dringenden Handlungsbedarf“, erklärte die Kammer-Präsidentin. Sie spricht sich deshalb für die „dauerhafte Einrichtung von primärqualifizierenden Pflegestudiengängen in Niedersachsen" aus. "Hochschulisch ausgebildete Pflegefachpersonen stärken die Pflege durch erweiterte, in der wissenschaftlichen Ausbildung erworbene Kompetenzen." 

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