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#PflegeComebackStudie

Jede zweite ehemalige Pflegekraft kann sich Rückkehr vorstellen

Fast die Hälfte der ausgebildeten Pflegekräfte, die ihren Beruf in der Vergangenheit verlassen haben, liebäugeln mit einem Wiedereinstieg in die Pflege. Das ist das Ergebnis der am Montag vorgestellten #PflegeComeBack Studie des Instituts Psyma Health & Care im Auftrag des Medizin- und Pflegeprodukteherstellers Hartmann. Laut Studie liegt die Zahl potenzieller Rückkehrer bei bis 200.000 Personen.

Anforderungen an Strukturen und Arbeitsbedingungen

48 % der befragten Personen äußerten Interesse an einer Rückkehr in den Beruf. Diese knüpften sie jedoch an "vielfältige Veränderungen", heißt es in einer Hartmann-Pressemitteilung von Montag. So erwarten 42 % der potenziellen Rückkehrer "andere Strukturen und Arbeitsbedingungen". 36 % fordern mehr Personal, für 30 % ist eine bessere Bezahlung entscheidend.

71 % der Befragten würden Trainings für den Wiedereinstieg begrüßen, für 67 Prozent wäre ein Schnuppertag besonders hilfreich. Außerdem wünschen sich 62 % der potenziellen Wiedereinsteiger Informationen zu möglicherweise verbesserten Rahmenbedingungen und 55 % zu veränderten Arbeitsbedingungen.

"Die #PflegeComeBack Studie zeigt, dass viele ehemalige Pflegekräfte ihren Beruf sehr wertschätzen und sich einen Wiedereinstieg vorstellen können, wenn die Rahmenbedingen andere werden", sagte der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Staatssekretär Andreas Westerfellhaus. "Arbeitgeber sind also gefordert, wie in anderen Berufsfeldern auch, zu überlegen, was sie konkret tun können, um ihren Mitarbeitern mehr Wertschätzung, Anerkennung, Erholungsphasen, Freude und Motivation im Arbeitsalltag zu bieten. Dazu gehört für mich auch eine Bezahlung nach Tarif, verbindliche Dienstpläne, mehr Kollegen und dadurch mehr Zeit für pflegebedürftige Menschen. Der Gesetzgeber hat dafür aktuell gute Voraussetzungen geschaffen." 

7 von 10 würden auf der alten Position wiedereinsteigen

Die meisten der ehemaligen Pflegenden sind mit ihrer aktuellen Erwerbstätigkeit weniger zufrieden als sie es in der Pflege zum Berufseinstieg waren. Laut Studie lag der Anteil der absolut Zufriedenen beim Einstieg in den Pflegeberuf bei 63 %. Im neuen Job waren es nur noch 44 Prozent der Befragten. Und: 7 von 10 Befragten würden in ihrem alten Job wieder in der gleichen Position einsteigen. 

Für die Studie wurden 21 qualifizierte Tiefeninterviews geführt. 77 Prozent der Teilnehmer waren Frauen. Das Durchschnittsalter betrug 41 Jahre. Der Pflegeberuf wurde vor durchschnittlich 3,3 Jahren aufgegeben. 52 % der Befragten waren ehemalige Gesundheits- und Krankenpfleger, 39 % ehemalige Altenpfleger und zu 8 % frühere Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger. 

Im Mai hatte Westerfellhaus angekündigt, ehemalige Pflegende mit Geldprämien oder attraktiven Arbeitszeitmodellen zurückgewinnen zu wollen.

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