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Pflegepersonaluntergrenzen

Kliniken fordern Spahn auf, Verordnung auszusetzen

In einem offenen Brief appellieren 5 Krankenhäuser in Dortmund und Lünen gemeinsam an Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), mehr Zeit für die Einführung von Pflegepersonaluntergrenzen einzuräumen.

Das Klinikum Dortmund hat den Brief vom 31. Oktober am vergangenen Freitag veröffentlicht. Unterschrieben haben die Geschäftsführungen der Kath. St.-Johannes-Gesellschaft Dortmund gGmbH, der Lukas-Gesellschaft Dortmund – Castrop-Rauxel, des Klinikums Dortmund, des Hüttenhospitals Dortmund und des St.-Marien Krankenhauses Lünen/Werne.

Nötiges Personal fehlt

Die Häuser begrüßten zwar "alle Möglichkeiten zur Schaffung einer besseren Besetzung im Pflegedienst der Krankenhäuser", heißt es in dem Scheiben. Allerdings kritisieren sie die sehr große "Eile der Einführung bei fehlender Differenzierung nach dem tatsächlich benötigten Behandlungsaufwand".

Und weiter: "Wir würden auch gerne mehr qualifiziertes Intensivpflegepersonal einstellen. Es ist aber auf dem Arbeitsmarkt schlicht nicht verfügbar."

Folge der Verordnung werde nicht etwa eine Erhöhung der Intensivkapazitäten sein, sondern eine Reduzierung, so die Unterzeichner des Briefs und warnen vor einer Mangelversorgung für die Bevölkerung.

Differenzierte, aufwandsgerechte Personalbedarfsermittlung erforderlich

"Wir sind uns mit den Gewerkschaften und anderen Verbänden im Gesundheitswesen einig, dass hier eine differenzierte, aufwandsgerechte Personalbedarfsermittlung erforderlich ist. Die ist nicht bis Januar 2019 machbar", lautet die klare Botschaft. Gleichzeitig räumen die Unterzeichner ein, dass eine entsprechende Personalbedarfsermittlung "aber in absehbarer Zeit schon" möglich sei. Daher beantragen sie die Aussetzung der Verordnung für die Intensivmedizin in Dortmund.

Zudem fühlten sich die Krankenhäuser in einer "ethischen Zwickmühle" zwischen unterlassener Hilfeleistung und Organisationsverschulden und mahnen: "Bringen Sie uns nicht in Entscheidungsnotstände!"

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