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Personaluntergrenzen

DPR: Analytisches Personalbemessungsverfahren notwendig

Der Deutsche Pflegerat (DPR) fordert einen objektiven Maßstab für Pflegepersonaluntergrenzen. Dies könne eine aktualisierte Pflegepersonal-Regelung (PPR 2.0) sein, sagt DPR-Präsident Franz Wagner. In einer aktuellen DPR-Pressemitteilung spricht er sich dafür aus, parallel ein "analytisches Personalbemessungsverfahren" zu entwickeln, "das auf den Versorgungsbedarfen der Patientinnen und Patienten beruht. Denn ohne ein analytisches Personalbemessungsverfahren als Grundlage werden Verzerrungseffekte und Schwächen des bisherigen Systems fortgeschrieben." Wagner nennt in dem Zusammenhang Einsparungen beim Pflegepersonal und eine Zunahme der Leiharbeit. "Einhalt zu gebieten gilt es bezüglich (Rück-)Verlagerungseffekten von pflegefremden Tätigkeiten an die Pflegenden", so der DPR-Präsident.

Die Pflegepersonaluntergrenzen-Verordnung des Bundesgesundheitsministeriums – zumal basierend auf einer "unzureichenden Datengrundlage" – könne nur ein erster Schritt sein, sagt Wagner. Denn die Verordnung beziehe sich mit Geriatrie, Kardiologie, Intensivpflegestationen und Unfallchirurgie bislang nur auf einige ausgewählte Bereiche der Krankenhäuser.

Des Weiteren gebe Verordnung zwar eine "rote Linie" vor, die nicht unterschritten werden dürfe. "Aber aus der Fachkraftquote in der stationären Langzeitpflege (SGB XI) wissen wir, wie schnell aus Minimum die Norm wird, die auch unterschritten wird." Der DPR befürchtet im Zuge der Verordnung zudem Wanderbewegungen: zu rasche Verlegungen von Patienten etwa "von Intensivpflegestationen auf nicht geregelte Bereiche" und gezielte Versetzungen von Pflegenden in die geregelten Bereiche.

Das Bundesgesundheitsministerium will noch in dieser Woche Personaluntergrenzen in pflegesensitiven Bereichen per Verordnung in Kraft treten lassen.

Auch DPR-Präsidiumsmitglied Andrea Lemke findet im Interview mit BibliomedPflege deutliche Worte zu den Personaluntergrenzen.

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