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Pflegeausbildung: Verdi hält Regelung zur Zwischenprüfung für "abwegig"

Die Gewerkschaft Verdi ist in zentralen Punkten nicht mit dem Referentenentwurf einer Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Pflegeberufe einverstanden. Anlässlich der am Freitag stattfindenden Verbändeanhörung zum Entwurf hat sie scharfe Kritik vor allem an den Regelungen zur Zwischenprüfung und zu Jahreszeugnissen geäußert und diese als „abwegig“ bezeichnet.

"Diesen bürokratischen Aufwand braucht niemand. Er setzt die Auszubildenden unter einen ständigen Prüfungsdruck", sagte Verdi-Bundesvorstandsmitglied Sylvia Bühler. Gleichzeitig lehne es die Gewerkschaft ab, dass den Ländern ermöglicht werden soll, über die Zwischenprüfung die bis dahin erworbenen Kompetenzen einer Pflegeassistenz- oder -helferausbildung gleichzusetzen. Vor allem private Arbeitgeberverbände würden das Anliegen verfolgen, eine Anrechnung auf die Fachkraftquote in der Altenpflege zu erzielen. "Hier wird eine Mogelpackung vorbereitet", so Bühler weiter. Gute Pflege brauche ausreichend qualifiziertes Personal. Ziel müsse sein, alle Auszubildenden zu unterstützen, die dreijährige Ausbildung erfolgreich abzuschließen.

Weiterer Kritikpunkt: Pflegerische Arbeit richte sich nach dem bisherigen Entwurf künftig stärker auf eine Arbeitsteilung im Pflegeprozess aus, anstatt eine professionelle ganzheitliche Pflege zu fördern. Aufgaben der Pflegenden verschöben sich stärker in Richtung Planung und Evaluation des Pflegeprozesses, während Assistenzberufe die Durchführung der Pflege übernehmen sollen. "Die Meisten wählen den Beruf, weil sie nah am Menschen sein wollen. Wir brauchen eine ganzheitliche Pflege", forderte Bühler. Statt pflegerische Arbeit immer weiter aufzuspalten, müssten Pflegeberufe insgesamt aufgewertet werden.

Positiv hingegen bewertete Verdi, dass die Praxisanleitung geplant und strukturiert auf Grundlage des vereinbarten Ausbildungsplans stattfinden muss. Hier erwarte die Gewerkschaft allerdings, dass die ausbildenden Betriebe ihrer Verantwortung gerecht werden und zusätzlich ausreichend viele Praxisanleiterinnen einstellen.

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