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Pflegende Angehörige nutzen Unterstützung kaum

Viele pflegende Angehörige wissen nicht, welche Unterstützung ihnen von der gesetzlichen Pflegekasse zusteht. Dadurch lassen sie sich etliche Leistungen entgehen. Das geht aus einer repräsentativen Untersuchung des Zentrums für Qualität in der Pflege (ZQP) unter 900 pflegenden Angehörigen hervor.

Demnach weiß jeder dritte pflegende Angehörige nicht, welche Leistungen Pflegebedürftigen seit der neuesten Pflegereform genau zustehen. Für sich selbst sieht sogar jeder Zweite ein Informationsdefizit.

Den Entlastungsbetrag von 125 Euro monatlich etwa nimmt nur jeder dritte Berechtigte in Anspruch. Dabei steht er allen Pflegebedürftigen zu, die eine Pflegegrad haben und zu Hause versorgt werden.

Auch die kostenlose Pflegeberatung wird nach ZQP-Angaben nur selten genutzt. Demnach haben sich nur 42 Prozent der pflegenden Angehörigen bisher von Fachkräften zeigen lassen, wie sie ihren Pflegealltag organisieren können. Lediglich acht Prozent haben an einem kostenlosen Pflegekurs teilgenommen. Dabei sei professionelle Beratung ein zentraler Schlüssel zu guter Pflege, sagte ZQP-Vorstandsvorsitzender Ralf Suhr.

Dass die Leistungsausweitungen noch nicht überall angekommen sind, liegt laut Suhr nicht nur daran, dass Informationen fehlen würden. Eine Rolle spiele auch, dass es nicht überall genügend Angebote wie etwa Tagespflegeeinrichtungen gebe.

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