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Pflegepolitik

Verbände drängen auf große Pflegereform

Der DEVAP fordert gemeinsam mit zahlreichen Unterstützenden eine umfassende Pflegereform und richtet erneut einen offenen Brief an die Bundesregierung. Auch der bpa schließt sich den Forderungen nach finanzieller Sicherheit, schnellerer Fachkräfteintegration und einem Pflegegipfel an.

Der Deutsche Evangelische Verband für Altenarbeit und Pflege (DEVAP) fordert gemeinsam mit zahlreichen Unterstützenden eine umfassende Pflegereform und hat sich dazu erneut mit einem offenen Brief an Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD) gewandt. 

"Mut für eine große sektorenübergreifende Reform"

In dem Schreiben heißt es, es sei jetzt der "Mut für eine große sektorenübergreifende Pflegereform" zu fassen. Die Weichen für die Sicherung der pflegerischen Versorgung müssten dringend gestellt werden, so DEVAP‑Vorstandsmitglied Anna Leonhardi. Die Unterzeichnenden verlangen unter anderem eine Absicherung der Leistungen für Pflegebedürftige, einen schnelleren Einsatz internationaler Pflegekräfte sowie eine verlässliche Refinanzierung. 

Bereits im November 2025 hatte der Verband einen ersten Brandbrief an die Bundesregierung übermittelt – eine Antwort steht nach Angaben des DEVAP weiter aus. Die Zeit dränge, betont Leonhardi: Der im Dezember 2025 veröffentlichte "Zukunftspakt Pflege" sei zwar ein Fortschritt, greife aber zu kurz. Nötig sei eine "verbindliche Roadmap für die Pflege", die kurz-, mittel- und langfristige Schritte festlegt. Zudem fordert der Verband einen bundesweiten "Pflegegipfel 2026".

Branche drängt auf Verlässlichkeit

Unterstützung kommt auch vom Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste (bpa). Präsident Bernd Meurer bezeichnet den offenen Brief als "deutliches Signal". Die sichere Versorgung der Bevölkerung müsse "Chefsache" werden. 

Der DEVAP betont, die Unterstützenden beider Schreiben repräsentierten einen erheblichen Teil der deutschen Pflegelandschaft. Die Verbände fordern die Bundesregierung auf, der Branche "Sicherheit und Vertrauen" zurückzugeben. Dazu zählten klare Aussagen zur nachhaltigen Finanzierung, ein konsequenter Bürokratieabbau sowie Reformansätze über bestehende Strukturen hinaus. 

Den zweiten offenen Brief haben, neben den Absendern des ersten Briefs, noch deutlich mehr Verbände unterzeichnet. 

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