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Pflege-Bonus

Westerfellhaus und Mai äußern Unverständnis

Am dem von der Bundesregierung beschlossenen Corona-Bonus lediglich für Beschäftige in der Altenpflege gibt es zunehmend Kritik.
Am dem von der Bundesregierung beschlossenen Corona-Bonus lediglich für Beschäftige in der Altenpflege gibt es zunehmend Kritik.

Der von der Bundesregierung beschlossene Corona-Bonus lediglich für Beschäftige in der Altenpflege stößt zunehmend auf Kritik. Sowohl der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus, als auch der Präsident der Pflegekammer Rheinland-Pfalz, Markus Mai, plädieren für eine Ausweitung des Bonus.

So forderte Westerfellhaus nach Angaben des Spiegel Kliniken auf, auch den Pflegenden dort eine Prämie zuzugestehen.

"Viele Krankenhäuser wären finanziell durchaus in der Lage, ihren Beschäftigten selbst einen Bonus zu zahlen", sagte der Pflegebevollmächtigte. Seit Januar würden ihre Ausgaben für höhere Löhne komplett von den Krankenkassen refinanziert, "dies wäre sicher auch für Prämien möglich".

Prämie löst Probleme in der Pflege nicht

"Die Prämie ist eine gut gemeinte Anerkennung. Doch sie löst auf Dauer keines der Probleme der Pflege", betonte Westerfellhaus gleichsam. Es brauche vielmehr verlässliche Vorgaben für die Personalausstattung und einen vernünftigen Flächentarifvertrag, der für attraktive Arbeitsbedingungen und höhere Löhne sorge.

Auch sei es unglücklich, dass die Auszahlung des Bonus in der Altenpflege je nach Bundesland zu einem anderen Zeitpunkt erfolge. Das sorge für Verwirrung und Unmut.

Ein "Armutszeugnis" sei es indes, dass einige Arbeitgeber nicht bereit seien, den Pflege-Bonus von 1.000 Euro, für die die Pflegeversicherung aufkommt, auf bis zu 1.500 Euro steuerfrei aufzustocken. Der Gesetzgeber erwarte, dass sich die Arbeitgeber freiwillig an dieser Summe beteiligten, so Westerfellhaus. "Allerdings haben einige Arbeitgeber leider sofort abgewinkt."

Ausweitung der Prämie auf alle Corona-relevanten Settings in der beruflichen Pflege gefordert

Mai forderte vergangenen Freitag, die Prämie müsse für jede gefährdete Pflegefachperson gelten.

"Die Bundesregierung handelt derzeit nach dem Credo: Da die einen eh schon zu schlecht bezahlt werden, dürfen die anderen erst recht nicht mehr bekommen. Nur so lässt sich erklären, dass Pflegefachpersonen und andere Berufsgruppen in Krankenhäusern von der Auszahlung der Corona-Sonderprämien komplett ausgeschlossen werden. Nach wie vor stößt das bei uns auf völliges Unverständnis", so Mai.

Es könne nicht sein, bei Vergütungsfragen immer noch zu selektieren und damit innerhalb der Berufsgruppe zu polarisieren.

"Diese ganzen Debatten und Maßnahmen wären alle nicht erforderlich gewesen, wenn man sich bereits viel früher für faire Lohnstrukturen eingesetzt hätte", sagte Mai.

Erst vor wenigen Tagen äußerte Intensivpfleger Carsten Hermes in einem Meinungsbeitrag auf BibliomedPflege sein Unverständnis über die Verteilung des Corona-Bonus.

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