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Isolation verhindern

Westerfellhaus plant einheitliche Corona-Regeln

Noch vor Weihnachten will Westerfellhaus mit Unterstützung von Spahn und dem RKI Pläne für einheitliche Corona-Regeln in Heimen vorlegen.

Der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus, will schnellstmöglich für einheitliche Corona-Regeln in Pflegeheimen sorgen.

Noch "deutlich" vor Weihnachten werde Westerfellhaus mit Unterstützung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und dem Robert Koch-Institut eine Handreichung vorlegen, sagte er der "Neuen Osnabrücker Zeitung" von Donnerstag.

"Der Rahmen wird von wissenschaftlichen Grundlagen untermauert sein und den Einrichtungen, die ihn anwenden, Sicherheit geben. Wir arbeiten mit Hochdruck, denn die Zeit drängt."

Als Grund dieser Initiative nannte Westerfellhaus die Angst vor einem weiteren Lockdown der Heime.

Westerfellhaus sei in Kontakt mit Verbänden und Trägern, um die verschiedenen, teils sehr effizienten Regelwerke übereinanderzulegen und die besten Praktiken zu identifizieren.

Mehr Neuinfektionen als prognostiziert für Oktober

Der Präsident der Pflegekammer Rheinland-Pfalz, Markus Mai, unterstützt die Forderung nach mehr Einheitlichkeit und Nachvollziehbarkeit. "Eine wie im Frühjahr praktizierte Isolation wäre unsäglich", sagte er am Donnerstag in einer Mitteilung der Kammer.

Die steigenden Infektionszahlen seien mehr als besorgniserregend. Daher müssten schnellstmöglich weitere Maßnahmen getroffen werden, um die Ausbreitung in Pflegeeinrichtungen in den Griff zu bekommen.

Bund und Länder sollten finanziell unterstützen

"Mit mehr als 10.000 Neuinfektionen am Tag haben wir in Deutschland bereits jetzt schon einen Wert erreicht, den Experten erst im Dezember erwartet hätten. (…) Besuchsverbote sollten gerade hinsichtlich der anstehenden Weihnachtszeit vermieden werden", so Mai weiter.

Bund und Länder forderte er gleichsam auf, Einrichtungen "bei der Bewältigung dieser so verheerenden Situation" auch ggf. mit Steuermitteln zu unterstützen. Sicherheit sei das oberste Gebot, sowohl für das Personal als auch für Bewohnerinnen, Bewohner und Besucher. Eine erhöhte finanzielle Belastung für Einrichtungen, Bewohnerinnen und Bewohner müsse kategorisch ausgeschlossen werden.

"Die Versorgung unserer älteren pflegebedürftigen Mitbürger ist eine gesellschaftliche Aufgabe und Herausforderung."

Schnelltests für mehr Sicherheit

Für den Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste (bpa) sind die Massen-Schnelltests in Heimen ein richtiger Ansatz. Sie seien wichtig, um "Besuche in Heimen auch in der schnell wachsenden Zahl an Regionen mit einem hohen Anteil infizierter Menschen zu ermöglichen", sagte bpa-Präsident Bernd Meurer.

Der bpa arbeite daran, Schnelltests für seine Mitglieder in den nächsten 2–3 Wochen bereitzustellen.

Klare Besuchsregeln wichtig

Eine Pflegefachperson benötige für einen Schnelltest ca. 20 Minuten. Deshalb seien "sehr klare Besuchsregelungen" wichtig. Kämen z. B. 5 Personen gleichzeitig zu Besuch, sei mit erheblichen Wartezeiten zu rechnen.

"Das Beispiel macht deutlich, dass ein verantwortungsvoller Umgang mit Lockerungen der Einschränkungen nur dann möglich sein wird, wenn Regeln diszipliniert eingehalten werden. Hierzu zählt auch die vorherige Terminvereinbarung bei Besuchen", betonte Meurer.

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