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Neue Corona-Teststrategie

Devise: gezielt testen

Am Donnerstag ist die neue Teststrategie in der Corona-Pandemie in Kraft getreten, die Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) angekündigt hatte.

Am Donnerstag ist die neue Teststrategie in der Corona-Pandemie in Kraft getreten. Zentrales Element in der Verordnung sind Massen-Schnelltests in Pflegeheimen, Krankenhäusern oder Reha-Einrichtungen. Diese Antigen-Tests werden zum Erkennen einer akuten Infektion eingesetzt und sollen Ergebnisse binnen Minuten liefern – nicht zu verwechseln mit Antikörper-Tests, die nach überstandener Infektion anzeigen, ob Antikörper vorhanden sind. Die Kosten müssen die Betroffenen nicht selbst tragen.

Primär in Heimen und Krankenhäusern testen

Die Schnelltests sind in erster Linie als präventive Maßnahme u. a. für Mitarbeitende des Gesundheitssystems, Patientinnen und Patienten bzw. Bewohnerinnen und Bewohner von Krankenhäusern, Pflegeheimen, Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen und der Rehabilitation vorgesehen – und zwar falls es einen Corona-Fall gibt oder auch präventiv ohne Infektions-Ausbruch.

Auch Besucherinnen und Besucher sollen sich testen lassen. In Arztpraxen soll das Personal ebenfalls mit oder ohne Corona-Fall regelmäßig getestet werden. Die Regelung gilt ausdrücklich für Menschen ohne Symptome.

Damit ein Antigen-Test ein positives Ergebnis anzeigt, sei im Vergleich zur bislang üblichen sog. PCR-Testung eine größere Virusmenge notwendig. Darauf weist das Robert Koch-Institut (RKI) hin. Das bedeute, dass ein negatives Antigen-Testergebnis die Möglichkeit einer Infektion mit SARS-CoV-2 nicht ausschließe.

Positiven Antigen-Test immer mit PCR-Test bestätigen

Deshalb sollten diese Tests laut RKI nur bei Personen angewendet werden, bei denen ein falsch negatives Ergebnis nicht zu schwerwiegenden Konsequenzen führt (z. B. ein nicht erkannter Eintrag einer Infektion bei Aufnahme in einem Krankenhaus). Außerdem sei ein Antigen-Schnelltest nicht so spezifisch wie ein PCR-Test. Ein positives Ergebnis im Antigen-Test müsse grundsätzlich mittels PCR bestätigt werden.

"Testen ohne Anlass führt zu einem falschen Sicherheitsgefühl."

Das RKI rät ausdrücklich davon ab, Personen zu testen, die nicht Teil der Nationalen Teststrategie sind. Testen ohne begründeten Verdacht erhöhe das Risiko falsch-positiver Ergebnisse und belaste die vorhandene Testkapazität.

Regel einhalten: Abstand + Hygiene + Alltagsmaske + Lüften

"Testen ohne Anlass führt zu einem falschen Sicherheitsgefühl. Denn auch ein negatives Testergebnis ist nur eine Momentaufnahme und entbindet nicht von Hygiene- und Schutzmaßnahmen (Stichwort AHA+L-Formel)“, schreibt das RKI auf seiner Internetseite.

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