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Pflegewissenschaft

Warum Praxisentwicklung für die Pflege wichtig ist

Rebecca Palm hat die Professur für Pflegewissenschaft mit dem Schwerpunkt Praxisentwicklung an der Uni Witten/Herdecke angetreten.

Die Universität Witten/Herdecke hat am Department für Pflegewissenschaft die Professur für Pflegewissenschaft mit dem Schwerpunkt Praxisentwicklung 2020 neu eingerichtet. Rebecca Palm vertritt seit Februar diese Position und ist vor wenigen Wochen zur Universitätsprofessorin ernannt worden. Wir haben Sie gefragt, warum Praxisentwicklung für Pflege wichtig ist.

 

Frau Palm, was konkret beinhaltet Pflegewissenschaft mit dem Schwerpunkt Praxisentwicklung?

Das Konzept der Praxisentwicklung hat seinen Ursprung in Großbritannien und ist international bereits sehr etabliert. Praxisentwicklung verfolgt primär das Ziel, professionelle Pflege personenzentriert und evidenzbasiert auszurichten. In Deutschland erlebe ich aber, dass es ein sehr unterschiedliches Verständnis davon gibt, was Praxisentwicklung eigentlich ist – dementsprechend heterogen sind die Aktivitäten der Praxisentwicklung sowie die beruflichen Rollen und Aufgaben der Akteure. Konkret umfasst Praxisentwicklung Organisations- und Kompetenzentwicklung, wie die Etablierung neuer beruflicher Rollen, die Definition unterschiedlicher Verantwortungsbereiche oder die Umsetzung des aktiven Lernens in einer Organisation.

Was sind Ihre Ziele als Professorin für diesen Bereich?

Die Pflegepraxis soll künftig mehr Gewicht in der Pflegewissenschaft erhalten. Deshalb ist überhaupt die Professur etabliert worden. Die Kompetenzentwicklung beruflich Pflegender wird eines meiner zentralen Themen sein. Der Schlüssel dazu sind aus meiner Sicht jene Pflegefachpersonen, die in der Pflegepraxis tätig sind, und die pflegerischen Leitungen mit Führungsverantwortung. Mein Ziel ist es, mit meiner Forschung und Lehre die Kompetenzen dieser Akteurinnen und Akteure dahingehend zu stärken, dass sie Prozesse der Praxisentwicklung eigenständig initiieren, begleiten und unterstützen können. Des Weiteren möchte ich dazu beitragen, das Konzept der Praxisentwicklung auch theoretisch weiterzuentwickeln und die Umsetzung in Deutschland stärker darauf auszurichten. Eine theoretische Fundierung ist die Grundvoraussetzung, um zum Beispiel die Wirksamkeit von Maßnahmen der Praxisentwicklung erforschen zu können.

Spiegelt sich das Thema auch in einem Pflegestudiengang an der Uni wieder?

Ja, im Masterstudiengang Pflegewissenschaft wird ein neuer Schwerpunkt Praxisentwicklung etabliert. Das Curriculum für diesen Schwerpunkt wird über die Professur entwickelt, und ich übernehme die Modulverantwortung für diesen Schwerpunkt.

Warum haben Sie die Professur angetreten?

Als Gesundheits- und Krankenpflegerin sowie Pflegewissenschaftlerin ist mir die Entwicklung der Pflegepraxis ein großes Anliegen. Ich habe zudem großen Spaß daran, mit der Praxis eng zusammen zu arbeiten – in Forschungs- und Entwicklungsprojekten sowie in der Lehre.

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