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Deutscher Pflegetag

Wagner: "Pflegende sind die am meisten unterschätzte Ressource"

Franz Wagner mahnte in seiner Rede eine Aufwertung der Rolle der professionell Pflegenden sowie eine Anerkennung ihrer Kompetenzen an.

In seiner berufspolitischen Rede auf dem Deutschen Pflegetag hat der Präsident des Kongresses und Deutschen Pflegerats (DPR), Franz Wagner, eine Aufwertung der Rolle der professionell Pflegenden sowie eine Anerkennung ihrer Kompetenzen angemahnt. Die Pflegefachpersonen seien in Zeiten der Pandemie in ihrer Professionalität mehr gefordert denn je.

Pflegende in ihrer Professionalität gefordert wie nie

COVID-19 sei ein Stresstest für das gesamte Gesundheitssystem, so Wagner am Mittwochvormittag weiter. Es sei zu hoffen, dass durch den aktuellen Lockdown die derzeitige zweite Pandemiewelle abflache.

"Wir laufen sonst Gefahr, nicht genügend Intensivkapazitäten zu haben, vor allem, weil wir nicht genug geschultes Intensivpflegepersonal haben."

Auch Einmalhandschuhe würden im Moment wieder knapp. "Wir müssen hier dafür sorgen, dass Schutzausrüstung verfügbar bleibt."

Die Pandemie mache die seit Jahren chronisch bestehenden und bekannten Probleme deutlich sichtbar:

  • Unterbewertete und nicht ausreichend genutzte pflegerische Kompetenzen und Perspektiven
  • Keine Verbesserung der Rahmenbedingungen pflegerischer Arbeit
  • Nicht ausreichende interprofessionelle Zusammenarbeit
  • Reformbedürftige Primärversorgung, v. a. unterentwickelte Rolle der professionelle Pflege
  • Nicht zeitgemäßer Digitalisierungsgrad: für Pflege bislang kaum nutzbare Chancen

Die richtigen Lehren aus der Pandemie ziehen

Aus der Pandemie seien dringend Lehren zu ziehen, mahnte der DPR-Präsident: "Wir müssen uns auf die nächste große Gesundheitskrise, die nächsten Pandemien vorbereiten. Denn sie werden kommen! Es ist nur die Frage, wann."

So müsse das Potenzial der professionellen Pflege erkannt und anerkannt werden:

"Pflegefachpersonen sind die am meisten unterschätzte Ressource im Gesundheitssystem."

Daher seien die Rolle der Pflege weiterzuentwickeln und ihre Kompetenzen auszubauen. Für entsprechende Rahmenbedingungen müsse die Politik die rechtlichen und strukturellen Voraussetzungen schaffen.

Dazu gehören laut Wagner:

  • Mehr Personal: Aussteiger zurückholen als schnellster Weg
  • Effizientere Organisation pflegerischer Arbeit – unter Einbeziehung der Digitalisierung
  • Angemessene Bezahlung
  • Erweiterte Aufgabe für Pflegefachpersonen
  • Investition in Aus-, Fort- und Weiterbildung auf alle Qualifikationsniveaus und v. a. in hochschulische Ausbildung sowie Steigerung der Karrierechancen
  • Qualifizierte Mitsprache in Einrichtungen, Politik und Selbstverwaltung

Profession Pflege muss machtvoll auftreten 

Wagner appellierte an die Pflegenden:

"Wir als Berufsgruppe müssen selbst etwas dafür tun, dass wir die Rahmenbedingungen erhalten, die wir brauchen, um unsere Arbeit gut machen zu können, um eine ausgezeichnete Gesundheitsversorgung und Pflege gewährleisten zu können."

Um den dafür nötigen politischen Druck aufbauen zu können, müsse die Profession machtvoll auftreten. Daher warb Wagner erneut für die Pflegekammern. Deren Funktion und Auftrag dürften nicht voreilig infrage gestellt werden.

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