Ein Wissenschaftsteam der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg (BTU) und der Technischen Universität Dresden widmet sich in einer aktuellen Studie der Veränderung der beruflichen Haltung, wenn Pflegende von der Praxis in die Pflegepädagogik wechseln. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert die Arbeit für zunächst 3 Jahre.
Ost-West-Ländervergleich vorgesehen
Der Fokus der Studie liege darauf zu ermitteln, welche Schritte nötig seien, um das im Pflegeberuf benötigte Praxiswissen in didaktisch vermittelbares Handlungswissen zu verwandeln, teilte die BTU in der Vorwoche mit. Von besonderem Interesse sei in diesem Zusammenhang das "implizite Wissen" – Wissen, das auf praktischer Erfahrung basiere und sich mit wissenschaftlichem Wissen mischen müsse. Wie diese Mischung zustande komme und wie entscheidend sie für die berufspädagogische Praxis insbesondere in Gesundheitsberufen sei, sei ebenso Gegenstand der Untersuchung, wie die Modifikation der Haltung, die Pflegende zu ihrer (beruflichen) Welt einnähmen.
Analyse der Auswirkungen des reformierten Pflegeberufegesetzes
Die Studie konzentriert sich nach Angaben der BTU auf die Bundesländer Niedersachsen und Thüringen. Im Ergebnis sei ein Ost-West-Ländervergleich vorgesehen.
Darüber hinaus untersuche das Projekt die Auswirkungen der aktuellen Reform des Pflegeberufegesetzes.