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Onkologie

UKL startet Pflegeberatung für Krebspatienten

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Pflegeteams des Krebszentrums am Universitätsklinikum Leipzig freuen sich mit Prof. Florian Lordick (l.) und Tancred Lasch, Geschäftsführender Pflegerischer Departmentleiter am UKL (r.), über das neue Beratungsangebot OPAL.

Am Krebszentrum des Universitätsklinikums Leipzig (UKL) gibt es seit 1. Juni eine neue Sprechstunde für onkologische Pflegeberatung. Das Angebot mit dem Namen "Onkologische Pflegeberatung am UCCL" (OPAL) richtet sich an Menschen mit Krebsdiagnose und ihre Angehörigen. Speziell qualifizierte Pflegefachpersonen beraten zu Fragen rund um Therapie, Nebenwirkungen und den Alltag mit der Erkrankung – sowohl im stationären als auch im ambulanten Bereich.

Beratung auch zur medikamentösen Therapie

Nach Klinikangaben umfasst die Sprechstunde auch die Begleitung während der medikamentösen Tumortherapie. Das Angebot richtet sich an Patientinnen und Patienten unabhängig von der Art der Medikamentengabe.

"Viele Betroffene stehen nach der Diagnose zunächst unter Schock", berichtete die Teamleiterin der Onkologischen Tagesklinik, Anke Treichel. "Da geht plötzlich alles sehr schnell. In der Beratung können wir die Patientinnen und Patienten noch einmal abholen und gemeinsam Schritt für Schritt schauen, was jetzt wichtig ist."

Ein Schwerpunkt liegt auf praktischen Fragen, die im Behandlungsalltag entstehen. Dazu zählen etwa der Umgang mit Nebenwirkungen, Ernährung während der Therapie oder Unterstützungsmöglichkeiten im Alltag. Auch Angehörige können die Beratung in Anspruch nehmen.

Pflegefachpersonen als zentrale Ansprechstelle

Nach Einschätzung des Klinikums wenden sich viele Patientinnen und Patienten mit Fragen eher an das Pflegepersonal als an Ärztinnen oder Ärzte. "Oft ist die Hemmschwelle uns Pflegekräften gegenüber niedriger als gegenüber den Ärzten und das Vertrauensverhältnis sehr eng", sagte die Advanced Practice Nurse in der Onkologie, Janet Hinniger. 

Auch im ärztlichen Bereich wird die zusätzliche Beratung als Ergänzung gesehen. "Manche Patientinnen und Patienten erzählen der Pflege Dinge, die sie im Arztgespräch gar nicht angesprochen haben", so Oberärztin Elisabeth Wetzel.

Im stationären Bereich werden Patientinnen und Patienten aktiv auf das Angebot hingewiesen. Ambulante Termine werden über die onkologische Tagesklinik vergeben.

Ziel: Pflegepersonal stärker in Versorgung einbinden

Mit der neuen Sprechstunde soll die Rolle der onkologischen Pflege im Behandlungsprozess sichtbarer werden. Denn eine Beratung durch Pflegekräfte sei aus Sicht der Patientinnen und Patienten bislang oft nicht als vollwertige Pflegeberatung wahrgenommen worden. Dabei stecke dahinter sehr viel Fachwissen und Erfahrung, erläuterte Wetzel.

Zugleich soll das Angebot dazu beitragen, Pflegefachpersonen stärker in die Versorgung einzubinden und ihre Expertise gezielter zu nutzen.

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