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Pflegeausbildung

SRH startet neues Praxiscurriculum

In den sogenannten CORE Nursing Spaces der SRH können Pflegesituationen realitätsnah trainiert werden.

Die SRH Gesundheit hat 2026 ein gemeinsames Praxiscurriculum für alle eigenen Pflegeschulen eingeführt. Ziel ist es, Theorie und Praxis der generalistischen Ausbildung enger zu verzahnen und damit mehr Auszubildende zu gewinnen und langfristig zu binden, teilte die Stiftungsholding am Dienstag mit.

Das Curriculum gilt standortübergreifend für alle sechs SRH-Pflegefachschulen. Es legt fest, welche praktischen Inhalte wann vermittelt werden, wie der Theorie-Praxis-Transfer gestaltet ist und welche Schwerpunkte einzelne Praxiseinsätze haben. Entwickelt wurde es gemeinsam von Vertreterinnen und Vertretern aus Pflegeschulen, Kliniken, Praxisanleitung und Auszubildenden.

Standortübergreifende Struktur und flexible Umsetzung

Das Curriculum soll einheitliche Standards schaffen, berücksichtigt jedoch unterschiedliche Rahmenbedingungen der SRH-Standorte. Dazu zählen Klinikgrößen, Fachschwerpunkte, regionale Vorgaben und personelle Ressourcen. Ein Fokus liegt auf verbindlichen Reflexions- und Austauschformaten zwischen Praxis und Schule.

Für die praktische Ausbildung setzt die SRH verschiedene Lernumgebungen ein. An mehreren Standorten wurden "CORE Nursing Spaces" eingerichtet, in denen Pflegesituationen realitätsnah trainiert werden können. Andere Schulen nutzen digitale Lehrmethoden wie VR-Simulationen.

Qualitätssicherung und Weiterentwicklung

Mit dem neuen Curriculum will die SRH die Ausbildungsqualität systematischer erfassen. Erhoben werden sollen Kennzahlen wie Übernahmequoten, Bewerberzahlen, Ergebnisse praktischer Prüfungen sowie die Verweildauer nach Ausbildungsende. "Diese Kennzahlen zeigen uns nun noch genauer und vergleichbarer, wie attraktiv unsere Pflegeausbildung ist – und wo wir gezielt nachsteuern können", sagte Christine Neu, Mitglied der Geschäftsleitung der SRH Gesundheit.

Reaktion auf Fachkräftemangel

Nach Angaben der SRH soll das Curriculum eine einheitliche Grundlage für alle Standorte schaffen und die Ausbildung stärker in die Versorgungsprozesse der Kliniken einbinden. "Ohne gut ausgebildete Pflegefachpersonen läuft im Krankenhaus nichts", sagte der Geschäftsführer des Gesundheitsbereichs der SRH, Werner Stalla. Die engere Verzahnung von Pflegepraxis und Ausbildung sei "die richtige Antwort auf den Fachkräftemangel".

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