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Patientensicherheit

Sepsis erkennen rettet Leben

Sepsis ist ein lebensbedrohlicher Notfall genauso wie ein Herzinfarkt. Rechtzeitig erkannt und interveniert können viele Spätfolgen – von der chronischen Erschöpfung bis hin zu Amputationen – vermieden werden.

Sepsis ist ein lebensbedrohlicher Notfall genauso wie ein Herzinfarkt. Rechtzeitig erkannt und interveniert können viele Spätfolgen – von der chronischen Erschöpfung bis hin zu Amputationen – vermieden werden. Das verdeutlichten die Sepsis Stiftung, die Deutsche Sepsis-Hilfe, das Aktionsbündnis Patientensicherheit (APS) und der Sepsis-Dialog der Universitätsmedizin Greifswald anlässlich des Welt-Sepsis-Tags am 13. September.

3 Maßnahmen, die helfen, die Sterblichkeit bei Sepsis zu reduzieren

Der Vorsitzende der Sepsis-Stiftung, Konrad Reinhart, beschrieb:

"Nur wenige Menschen wissen, dass die Sterblichkeit bei Sepsis durch drei einfache Maßnahmen drastisch reduziert werden kann: Erstens eine bessere Vorbeugung gegen Infektionen, zweitens die Früherkennung anhand bestimmter Warnzeichen, sowie drittens die Therapie der Sepsis als Notfall."

In Deutschland gebe es ein großes Potenzial die Sepsis-Sterblichkeit zu reduzieren. Jedes Jahr träten mind. 20.000 vermeidbare Todesfälle auf.

Die im Februar dieses Jahres gestartete Kampagne "Deutschland erkennt Sepsis" will deshalb auch den Blick des klinischen Fachpersonals schärfen. Krankenhausweite Schulungen, interdisziplinäre und berufsgruppenübergreifende Zusammenarbeit sowie die Unterstützung von Qualitätssicherungsmaßen könnten helfen, die Sepsis-Sterblichkeit zu senken.

Sepsis - die verkannte Gefahr

Arne Trumann überlebte 2012 eine Sepsis im Alter von 44 Jahren. Hier schildert er seine Erfahrungen

 

Obwohl eine Sepsis häufiger vorkomme als Herzinfarkt oder Schlaganfall und deren Krankenhaussterblichkeit wesentlich höher sei, sei das Wissen über Sepsis in Deutschland nur vergleichsweise gering ausgeprägt, so Reinhart weiter.

Genaue Zahl der Sepsis-Fälle in Deutschland unbekannt

APS-Vorsitzende und Initiatorin der Sepsis-Kampagne, Ruth Hecker, sagte:

"Nötig ist eine stärke Orientierung des Gesundheitssystems an der Patientensicherheit und die Einführung und adäquate Nutzung von Qualitätssicherungsmaßnahmen und dem Instrumentarium des klinischen Risikomanagements, etwa Critical Incident Reporting Systems – Meldesysteme für Beinahe-Zwischenfälle."

Die genaue Zahl der Sepsis-Fälle in Deutschland ist unbekannt: Diese werden nach Angaben der Sepsis Stiftung oft nicht als solche erkannt und in über 50 % der Fälle nicht dokumentiert. Exaktere Zahlen aus vergleichbaren Ländern lägen für Deutschland aber eine jährliche Häufigkeit zwischen 500 und 700 pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern nahe.

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