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Arbeitsbedingungen

"Scheinlösungen" helfen Pflege nicht

Der Bochumer Bund will statt Steuernachlässen für Pflegende die Privatisierung von Krankenhäusern und Heimen stoppen, um den Pflegeberuf aufzuwerten.

Für die Pflegegewerkschaft Bochumer Bund sind Steuernachlässe für Pflegende lediglich "Scheinlösungen", mit denen sich der Pflegefachpersonalmangel nicht beheben lassen werde.

Der Beisitzer im Gewerkschaftsvorstand, Darije Lazovic, sagte am Wochenende:

"Was wir Pflegenden brauchen, sind ein Flächentarifvertrag und bessere Arbeitsbedingungen. Es mangelt nicht an Pflegekräften, weil unsere Berufsgruppe meint, zu viel Steuern zu bezahlen. Sondern weil bei vielen von uns in unserer beruflichen Wirklichkeit ein indiskutables Lohnniveau auf katastrophale Arbeitsbedingungen trifft."

Ein "Herumlaborieren an Symptomen" helfe nicht.

Auch Gewerkschaftsvorstandsvorsitzende Heide Schneider kann Steuersparmodellen für Pflegende nichts abgewinnen:

"Die Forderungen nach niedrigeren Steuern für Pflegende hören sich zwar gut an, dürften aber niemanden dazu bewegen, in die Pflege zu gehen oder einen angedachten Ausstieg aus der Pflege zu überdenken."

Zudem sei es ein Trugschluss, sich auf etwaige gewährte Steuervorteile zu verlassen.

"In der Finanzpolitik regiert die Haushaltslage, nicht die Bedürfnisse der Pflegenden."

Privatisierung stoppen

Der Bochumer Bund fordert stattdessen, die Privatisierung von Krankenhäusern und Heimen zu stoppen. Kommunen und Landkreise müssten sich wieder verstärkt in der ambulanten, stationären und Akutversorgung engagieren. Die Gewerkschaft ist sich sicher:

"Dann würden auch die Chancen auf einen Flächentarifvertrag steigen."

Ende Februar hatte z. B. Bayern u. a. von Steuererleichterungen für Pflegende gesprochen.

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