14 Kliniken für Psychiatrie und Psychosomatik haben sich in Niedersachsen zu einem Pflegenetzwerk für beschützte Stationen zusammengeschlossen. Nach einem ersten Treffen vor wenigen Tagen soll die konstituierende Sitzung der Kliniken im Frühjahr 2024 erfolgen.
Ressourcen bündeln
Ziel des Netzwerks sei, Vorurteile abzubauen und in der Öffentlichkeit ein Bewusstsein zu schärfen für Menschen, die in einer beschützten Station im psychiatrischen Kontext behandelt werden, teilte das Wahrendorff Klinikum als Gastgeber der Auftaktveranstaltung mit. Zu den häufigsten Störungsbildern bei Selbst- oder Fremdgefährdung zählten Psychosen, affektive Störungen, Abhängigkeitserkrankungen, Zwangs- und Persönlichkeitsstörungen.
In Zeiten von Fachkräftemangel, Zeit- und Ressourcenknappheit sei es sinnvoll, sich zusammenzuschließen und das vorhandene Wissen zu bündeln, argumentierte die Pflegedirektorin des Wahrendorff Klinikums, Cordula Schweiger.
Pflegenetzwerk offen für weitere Einrichtungen
Im Netzwerk sollen künftig Problemstellungen strukturiert bewältigt, Projekte gemeinsam angestoßen und Best-Practice-Beispiele von Kooperationspartnern adaptiert werden.
Zu den teilnehmenden Einrichtungen der Gründungsinitiative gehören:
- Ameos Kliniken Hildesheim und Osnabrück
- Asklepios Fachklinikum Göttingen
- AWO-Psychiatriezentrum Königslutter
- Burghof-Klinik Rinteln
- Dr. Fontheim Liebenburg
- Euregio-Klinik Nordhorn
- Heidekreis-Klinikum Walsrode
- KRH Psychiatrie Langenhagen und Wunstorf
- Medizinische Hochschule Hannover
- Psychiatrische Klinik Lüneburg
- Städtisches Klinikum Braunschweig
- Wahrendorff Klinikum
Weitere Einrichtungen sind eingeladen, sich der Initiative anzuschließen.