• News
Lohnvergleich in der Pflegebranche

Pflegende im Westen verdienen besser

Pflegende der ambulanten und teilstationären Pflege in Berlin, Bayern und Hamburg verdienen am besten und durchschnittlich im Westen (inkl. Berlin) besser als im Osten.

Pflegende der ambulanten und teilstationären Pflege in Berlin, Bayern und Hamburg verdienen am besten und durchschnittlich im Westen (inkl. Berlin) besser als im Osten. Das geht aus einer repräsentativen Studie als Bundesländervergleich der Steuerberatungsgruppe ETL Advision hervor. Demnach zeigt sich bundesweit ein breites Lohnspektrum in der Pflege.

Schlusslicht Thüringen

So verdienen Pflegepersonen in Hamburg durchschnittlich pro Stunde 14,93 Euro, in Berlin 14,92 Euro und in Bayern 14,87 Euro. Den geringsten durchschnittlichen Bruttostundenlohn erhalten Pflegende mit 12,95 Euro in Thüringen in privat geführten Einrichtungen.

Diese deutlichen Unterschiede zwischen den Regionen zeigen sich auch hinsichtlich der Qualifikation und Zulagen für die jeweiligen Pflegefachpersonen, wie die Steuerberatungsgruppe am Montag mitteilte.

In den westlichen Regionen liege der Durchschnittsbruttolohn um rd. 10 % höher als in den östlichen Bundesländern.

Fast 400 Euro mehr im Westen für Pflegefachpersonen

Inklusive Zulagen verdient eine Pflegeperson im Westen durchschnittlich 2.872,74 Euro im Monat, im Osten lediglich 2.575,20 Euro. Durchschnittlich verdienen damit Pflegende im Westen fast 300 Euro mehr als im Osten.

Dieses Gehaltsgefälle zeigt sich z. B. auch, wenn eine Pflegeperson über eine Zusatzqualifikation zur Pflegedienstleitung verfügt: Inkl. Zulagen verdient die Pflegefachperson im Westen dann sogar über 380 Euro mehr als im Osten.

Allerdings sind die Löhne in West und Ost in den vergangenen Jahren insgesamt gestiegen und haben sich angenähert: Im Auswertungsjahr 2018 erhielten Pflegefachpersonen im Westen noch 16,6 % mehr Bruttostundenlohn mit Zulagen. Im Auswertungsjahr 2020 verringerte sich dieser Unterschied auf 11,6 %.

Große Unterschiede bei Corona-Prämie

Mit Blick auf die Auszahlung der Corona-Prämie kehrt sich der Unterschied zwischen West und Ost allerdings um: Insgesamt erhielten in den östlichen Bundesländern wesentlich mehr Pflegende den Bonus als in den westlichen.

Während im Osten z. B. 70,8 % des allgemeinen Verwaltungspersonals in der Pflege eine Corona-Prämie erhielten, lag dieser Wert im Westen nur bei 53,5 %. Ähnlich sieht es bei den anderen Qualifikationsstufen aus.

Die höchste Corona-Prämie wurde in Sachsen-Anhalt mit durchschnittlich ca. 1.225 Euro gezahlt, die niedrigste in Bayern mit nur knapp 757 Euro.

Die Auswertungen beruhen auf 362.000 Gehaltsdatensätzen aus dem Zeitraum 2018-2020.

DIE SCHWESTER | DER PFLEGER

12x jährlich

Die Schwester | Der Pfleger 
Deutschlands meistabonnierte Pflegezeitschrift

Zeitschriftencover

PflegenIntensiv

4x jährlich

PflegenIntensiv ist das Spezialmagazin für Pflegende auf Intensivstationen, in der Anästhesie und im OP

Zeitschriftencover

Angehörige pflegen

4x jährlich

Angehörige pflegen ist auf die Bedürfnisse und Fragen pflegender Angehöriger zugeschnitten