Mehr als 2.100 Auszubildende in der Pflegehilfe haben in Sachsen-Anhalt seit 2021 von einer intensiven Ausbildungsbegleitung profitiert. Das geht aus einer Mitteilung des Gesundheitsministeriums im Land hervor.
Das Landesprogramm der assistierten Pflegehilfe soll Auszubildende stabilisieren, Ausbildungsabbrüche vermeiden und mehr Fachkräfte für die Pflege gewinnen. Es wurde im vergangenen Jahr bis 2028 verlängert. In diesem Zuge wurde auch die Zahl der geförderten Ausbildungsplätze von 510 auf 610 pro Jahr erhöht.
Abschlussquote gestiegen
Nach Angaben des Ministeriums ist die Zahl der Auszubildenden in der Pflegehilfe seit Start des Programms insgesamt gestiegen – von 513 auf zuletzt 840 Anfängerinnen und Anfänger. Ein Teil von ihnen (aktuell 610 Auszubildende) wird über das Landesprogramm gefördert. Gleichzeitig habe sich die Abschlussquote von 50 auf 74 Prozent verbessert.
Auch der Anteil ausländischer Auszubildender habe zugenommen und sei zuletzt um rund 70 Prozent gestiegen.
Das Programm richtet sich insbesondere an Menschen mit schwierigen Startbedingungen. Neben fachlicher Unterstützung umfasst es sozialpädagogische und sprachliche Hilfen.
Vorbereitung auf neue Ausbildung
Die assistierte Ausbildung setzt an typischen Hürden im Pflegealltag an. Dazu zählen etwa schulische Anforderungen, Sprachprobleme oder persönliche Belastungen. Auszubildende werden individuell begleitet, um Ausbildungsabbrüche zu verhindern.
Für Pflegeeinrichtungen kann die Maßnahme bedeuten, dass Auszubildende verlässlicher durch die Ausbildung geführt werden und langfristig im Beruf bleiben.
Die Fortführung und Ausweitung des Landesprogramms erfolgt vor dem Hintergrund einer bundesweiten, einheitlichen Pflegefachassistenzausbildung, die ab 2027 greift. Die 18-monatige Ausbildung kombiniert theoretischen Unterricht mit Praxiseinsätzen in der Akut-, Langzeit- und ambulanten Pflege.