Pflegefachpersonen in Deutschland verdienen heute spürbar mehr als noch vor wenigen Jahren. Das mittlere Bruttomonatsentgelt von sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigten in Pflegeberufen lag 2024 bei 4.124 Euro. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion hervor.
Im Jahr 2020 hatte der Medianlohn in der Pflege demnach noch bei 3.392 Euro gelegen. Damit seien die Gehälter innerhalb von vier Jahren um mehr als ein Fünftel gestiegen. Die Daten beruhen auf Auswertungen der Bundesagentur für Arbeit, die im Rahmen der parlamentarischen Anfrage vorgelegt wurden.
Weniger Pflegekräfte im Niedriglohnbereich
Parallel zum Lohnanstieg sei der Anteil der Pflegebeschäftigten im unteren Entgeltbereich deutlich zurückgegangen. Rund 51.000 sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigte in Pflegeberufen erhielten 2024 ein Entgelt im unteren Bereich, das entspreche 7,1 Prozent. Vier Jahre zuvor habe dies noch etwa 98.000 Pflegekräfte beziehungsweise 14,7 Prozent betroffen.
Auch die Zahl der Beschäftigten in der Pflege sei weiter gestiegen. Im August 2025 arbeiteten rund 1,77 Millionen Menschen sozialversicherungspflichtig in Pflegeberufen. Fünf Jahre zuvor seien es noch etwa 1,63 Millionen gewesen.
Unverändert hoch bleibe allerdings die Teilzeitquote. Rund jede zweite Pflegekraft arbeite weiterhin in Teilzeit.