Tarifverträge zahlen sich laut einer Studie der gewerkschaftlichen Hans-Böckler-Stiftung für Auszubildende besonders aus. Nach einer Auswertung des stiftungseigenen Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instututs (WSI) liegen im ersten Ausbildungsjahr die Vergütungen in 20 untersuchten Tarifbranchen 441 Euro über dem gesetzlich festgelegten Minimum, das auch in Betrieben ohne Tarifbindung gezahlt werden muss. Die Differenz bleibt über die gesamte Ausbildungsdauer ungefähr gleich.
Pflege mit den höchsten Entgelten
Die höchsten Entgelte im ersten Ausbildungsjahr werden mit monatlich 1.491 Euro in der Pflegeausbildung im Öffentlichen Dienst von Bund und Gemeinden gezahlt.
Zusätzlich sehen viele Tarifverträge Extras wie Jahressonderzahlungen, Lernmittelzuschüsse oder Freistellungen zu Prüfungen über das gesetzliche Maß hinaus vor. Eine verbindliche Übernahme nach der Ausbildung gibt es jedoch auch per Tarifvertrag in der Regel nicht.
dpa