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Internationales Pflegepersonal in Deutschland

"Das deutsche Gesundheitswesen bietet hervorragende Arbeitsbedingungen"

Francisco Camacho Ferreira stammt von der portugiesischen Insel Madeira. Er ist 30 Jahre alt und lebt seit 2020 in Deutschland. Im Universitätsklinikum Heidelberg ist er auf einer Intermediate-Care-Station für Viszeral- und Transplantationschirurgie tätig.

Vier Jahre Studium in Portugal, heute Schichtleiter in Heidelberg: Francisco Camacho Ferreira erzählt, warum er nach Deutschland kam, welche Herausforderungen er meisterte und wie sich Pflege in beiden Ländern unterscheidet.

 

Herr Camacho Ferreira, Sie stammen aus Portugal. Wie ist die Pflegeausbildung in Ihrem Land organisiert?

Pflege ist in Portugal vollständig akademisiert. Ich selbst habe vier Jahre an der Universidado Católica Portuguesa in Porto, der zweitgrößten Stadt Portugals, studiert. Nach meinem Abschluss 2019 habe ich in der Heimat etwas Berufserfahrung gesammelt und bin dann nach Deutschland gegangen.

Was hat Sie dazu bewogen?

Ich wollte internationale Berufserfahrung sammeln und mich sowohl beruflich als auch persönlich weiterentwickeln. Am Universitätsklinikum Heidelberg habe ich die Möglichkeit, in einem hoch spezialisierten Umfeld zu arbeiten.

Warum fiel Ihre Wahl auf Deutschland?

Das deutsche Gesundheitswesen bietet hervorragende Arbeitsbedingungen und vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten. Die Sprache war anfangs eine große Herausforderung für mich, aber dank einer strukturierten und unterstützenden Einarbeitung konnte ich mich schnell einarbeiten. 2022 wurde mir die Verantwortung des
Schichtleiters übertragen. So habe ich Verantwortung für die Organisation und Koordination im Stationsalltag inne. Auch die Eingewöhnung in das Leben hierzulande verlief problemlos. Ich empfinde die Kultur in Deutschland als offen und zugänglich. Das hat mir die Integration sehr erleichtert.

Welche Unterschiede im deutschen und portugiesischen Pflegealltag stellen Sie fest?

In Portugal sind die materiellen Ressourcen oft knapper, sodass ein stärkerer Fokus auf Priorisierung und effizienter Ressourcennutzung liegt. In Deutschland ist dieser Aspekt zwar ebenfalls relevant, jedoch nicht in gleicher Intensität spürbar. Abgesehen davon ähneln sich die täglichen Aufgaben, Pflegeroutinen und Verantwortlichkeiten
in beiden Ländern sehr.

Welche Zukunftspläne haben Sie?

Ich habe den Studiengang "International Healthcare Management" absolviert und strebe eine Position im Pflegemanagement an. Mein Ziel ist, nicht nur die Qualität der Patientenversorgung zu verbessern, sondern auch nachhaltige Strukturen zu schaffen, die Pflegekräfte langfristig entlasten, motivieren und in ihrer beruflichen Entwicklung
fördern.

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