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Digitalisierung im Pflegealltag

Klarer Nutzen fördert Einsatz von Innovationen in der Pflege

Für eine erfolgreiche Implementierung digitaler Innovationen ist v. a. ihr klar ersichtlicher Nutzen von Bedeutung, wie eine aktuelle Studie zeigt.

Effizienz und Patientenorientierung sind wichtige Treiber, um digitale Technologien in der Akutpflege zu implementieren. Das hat eine aktuelle Studie der Universität Witten/Herdecke ergeben. Das Wissenschaftsteam hat anhand des Einsatzes von Tablets und Datenbrillen untersucht, welche Motive und Werte die Veränderungsbereitschaft von Pflegefachpersonen im Krankenhaus besonders unterstützen.

Pflegefachpersonen bewerten Tablets besser als Datenbrillen

Fast 300 Pflegefachpersonen haben nach Uni-Angaben ihre Einschätzung zu typischen Situationen aus der Krankenhauspflege abgegeben.

Das Tablet als bekannte Technologie im Alltag vieler Menschen sei dabei überwiegend positiv bewertet worden, teilte die Uni in der Vorwoche mit. Digitalbrillen als weitgehend neue Technologie würden Pflegefachpersonen hingegen erst einmal mit Mehraufwand assoziieren.

Für die erfolgreiche Implementierung digitaler Innovationen ist nach den Ergebnissen des Wissenschaftsteams v. a. ihr klar ersichtlicher Nutzen von Bedeutung.

Einige befragte Pflegende hätten allerdings auch schlechte Erfahrungen gemacht mit komplexen, fehleranfälligen und nicht unmittelbar nützlichen Anwendungen im Krankenhaus.

Effiziente Abläufe erhöhen Bereitschaft zur Techniknutzung

Ein wichtiges Motiv für die befragten Pflegefachpersonen sei der Wunsch nach effizienten Abläufen gewesen: Zeitersparnis und effektiver Austausch von Informationen habe die Bereitschaft zur Techniknutzung erhöht.

Das Wissenschaftsteam geht davon aus, dass Struktur im Arbeitsalltag das Engagement und die Produktivität des Pflegepersonals erhöht und ihm mehr Zeit für die Interaktion mit Patientinnen und Patienten ermöglicht.

Hohe Technikbereitschaft des Pflegepersonals

Die Studie ist im Rahmen des vom Land Nordrhein-Westfalen geförderten Projekts "Innovation und digitale Transformation im Gesundheitswesen" (ATLAS ITG) entstanden. Das Projekt unterstützt den Theorie-Praxis-Transfer mit der Auswertung aktueller Studien und führt Leuchtturmprojekte sowie Akteurinnen und Akteure der digitalen Gesundheitswirtschaft in NRW zusammen.

Die Inhaberin des Lehrstuhls für Management und Innovation im Gesundheitswesen an der Uni Witten/Herdecke und ATLAS-Projektleiterin, Sabine Bohnet-Joschko, sagte zu den Ergebnissen der Studie:

"Unsere Ergebnisse zeigen, dass Pflegefachkräfte im Krankenhaus grundsätzlich eine hohe Technikbereitschaft aufweisen und durch wertorientierte Führung gut aktiviert werden können. Gute Führung im Gesundheitswesen ist immer Führung von Veränderung."

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