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Krieg in der Ukraine

ICN und DBfK setzen Zeichen für ukrainische Pflegende

Pflegende weltweit solidarisieren sich mit ihren Kolleginnen und Kollegen in der Ukraine. Auch der russische Pflegeverband positioniert sich.

Der International Council of Nurses (ICN) und der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) haben den "kriegerischen Angriff auf die Ukraine" seitens Russland auf das Schärfste verurteilt und sich mit "ihren Kolleginnen und Kollegen im Einsatz vor Ort" solidarisiert. Gleichzeitig appellieren beide Verbände an den im internationalen Recht verbrieften Schutz der Bevölkerung, von Gesundheitseinrichtungen und ihres Personals. Auf der DBfK-Homepage heißt es dazu:

"Der Zugang zu Gesundheitsversorgung und humanitärer Hilfe muss aufrechterhalten werden."

Der DBfK sei in tiefer Sorge um die Gesundheit der Menschen in den betroffenen Kriegsgebieten und bestürzt über die damit ausgelöste humanitäre Katastrophe. 

Frieden und Freiheit für alle

DBfK-Bundesgeschäftsführerin Bernadette Klapper verdeutlichte, Frieden und Freiheit seien die Grundlage für Gesundheit und Wohlbefinden. Krieg wirke sich verheerend aus, verursache großes Leid und Gesundheitsschäden, die viele Jahre andauerten und noch in die folgenden Generationen wirkten. Sie rief die politisch Verantwortlichen auf, "alles in ihrer Macht stehende" zu tun, um den Krieg zu beenden.

ICN-Präsident Howard Catton twitterte am Dienstag, dass die humanitäre Katastrophe in der Ukraine gleichzeitig die schlimmste und die beste Seite von Menschlichkeit offenbart:

Der ICN stehe in Kontakt mit ukrainischen Pflegenden in den von Kämpfen betroffenen Regionen und unternehme alles, um Unterstützung und Solidarität anzubieten. Ihr Schutz und ihre Sicherheit seien das Wichtigste. Jeglicher Angriff gegen Pflegende und Mitarbeitende des Gesundheitssystems breche internationale Vereinbarungen.

Die Präsidentin des russischen Pflegeverbands, Valentina Sarkisova, teilte dem ICN mit, sie sei zutiefst besorgt um ihre Kolleginnen und Kollegen in der nächsten Nachbarschaft. Bewaffnete Konflikte seien das Gegenteil der pflegeberuflichen Bestimmung.

"Zusammen mit der ganzen Welt hoffen wir auf eine rasche Lösung aller Konflikte und eine Rückkehr zu einem friedlichen Leben. Keine politische Konfrontation kann den pflegerischen Auftrag beeinträchtigen. Von Herzen wünschen wir, dass alle Pflegefachpersonen zurückkehren können zu ihren friedlichen Pflichten unter sicheren Rahmenbedingungen."

Mehrere Mitarbeitende aus Pflege und Ärzteschaft in Russland haben zudem in einem offenen Brief den russischen Präsidenten Wladimir Putin aufgefordert, die Feindseligkeiten auf dem Territorium der Ukraine einzustellen. Mittlerweile haben mehr als 11.600 Menschen (Stand: 3. März 2022) den Brief unterzeichnet. 

Spenden für die Ukraine

Bundesweit laufen bereits zahlreiche Hilfs- und Spendenaktionen für die Ukraine auf Hochtouren. Wer sich beteiligen möchte, findet hier eine Übersicht einiger Organisationen und Krankenhäuser

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