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AOK-Pflegereport 2022

Hospizdienste stärker in Langzeitpflege integrieren

Die hohe Hospitalisierungsrate kurz vor dem Tod hat nach AOK-Angaben v. a. mit dem Personalmangel in Pflegeheimen zu tun.

Angesichts aktueller Ergebnisse des AOK-Pflegereports mahnt die Krankenkasse bessere Rahmenbedingungen für die letzte Lebensphase in der Langzeitpflege an. Gleichzeitig kritisiert die AOK die hohe Zahl an Krankenhauseinweisungen kurz vor dem Tod alter Menschen.

Hohe Hospitalisierungsrate kurz vor dem Tod

Der in dieser Woche veröffentlichte Report zeigt: Mehr als die Hälfte der Menschen in Pflegeheimen werden kurz vor ihrem Tod mind. einmal in ein Krankenhaus verlegt. Mehr als jede dritte dieser Verlegungen könnte dem Bericht nach vermieden werden.

Die hohe Hospitalisierungsrate kurz vor dem Tod hat nach Angaben der Krankenkassen v. a. mit dem Personalmangel in Pflegeheimen zu tun. Eine ergänzende Befragung von 550 Pflegefach- und Assistenzpersonen zeigte: 2 Drittel der Befragten sehen die Personalsituation als "eher ungenügend" an, um die anfallende Arbeit zu erledigen.

Verlegungsrate korreliert mit Personalmangel in der Langzeitpflege

Insgesamt habe rd. jede bzw. jeder dritte innerhalb eines Jahres verstorbene AOK-Versicherte in einem Pflegeheim gelebt. Deutlich mehr als die Hälfte davon seien in den letzten 12 Wochen vor dem Tod mind. einmal in ein Krankenhaus verlegt worden. Das sei eine im internationalen Vergleich hohe Krankenhaus-Verlegungsrate.

Auch erlebte nach AOK-Angaben jede bzw. jeder Fünfte monatlich oder häufiger, dass Bewohnende am Lebensende in ein Krankenhaus eingewiesen wurden, obwohl dies aus Sicht der Befragten nicht im besten Interesse der Versterbenden gewesen ist.

Stärkung berufsgruppenübergreifender Zusammenarbeit

Die Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbands, Carola Reimann, forderte angesichts der Ergebnisse eine stärkere Integration von Hospizdiensten in Langzeitpflegeeinrichtungen.

Dazu gehörten auch die Verbesserung der sektorenübergreifenden Prozesse und die Stärkung der berufsgruppenübergreifenden Zusammenarbeit.

"Palliativ-Kompetenzen von Ärzten und Pflegenden müssen weiterentwickelt, die interprofessionelle Zusammenarbeit intensiviert sowie ausreichend personelle Ressourcen bereitgestellt werden."

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