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Gemeinsamer Appell

Fachgesellschaften warnen vor Kollaps

Mehrere Organisationen rufen nach einem politischen Schutzschirm für belastete Kliniken in der Corona-Pandemie.

Mehrere Organisationen haben am Wochenende angesichts der Corona-Pandemie vor einem Kollaps in Krankenhäusern gewarnt und rufen nach einem politischen Schutzschirm für belastete Kliniken. Für den Appell zusammengeschlossen haben sich die Gewerkschaft Marburger Bund, die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), die Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI), die Deutsche Gesellschaft für Interdisziplinäre Notfall- und Akutmedizin (DGINA) sowie die Deutsche Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin (DGIIN).

Plambare Eingriffe reduzieren oder einstellen

"Die Krankenhäuser in stark belasteten Regionen müssen unverzüglich von der Politik aufgefordert werden, plan- und verschiebbare stationäre Eingriffe je nach Belastungssituation zu reduzieren beziehungsweise einzustellen", fordern die Organisationen. Sie werfen Kliniken vor, ihre Kapazitäten aus Umsatzgründen nicht auf COVID-19-Patientinnen und -Patienten zu konzentrierten.

Vorgaben von der Politik gefordert

Derzeit seien Budgetverantwortliche in den Kliniken nicht bereit, verschiebbare Eingriffe zurückzustellen. Die Verbände fordern deshalb von der Politik:

  1. In allen Bundesländern mit hohem Infektionsgeschehen muss die Politik jetzt verordnen, dass aus medizinischer Sicht verschiebbare stationäre Eingriffe je nach Belastungssituation zu reduzieren bzw. zurückzustellen sind.
  2. Die dadurch entstehenden Erlösausfälle müssen gegenfinanziert werden. Die Krankenhäuser müssen in jedem Monat mind. ein Zwölftel der Erlöse des Vorjahres erhalten, solange die regionale Inzidenz bei 100 Fällen pro 100.000 Einwohner/7 Tage liegt.

"Die Zeit drängt"

"Wir brauchen jetzt ein klares Signal der Politik, dass die enorme Belastung des Krankenhauspersonals gesehen wird und Konsequenzen daraus gezogen werden. Wenn wir jetzt nichts ändern können, wird bald in einigen Regionen Deutschlands die Versorgung aller Patienten nicht mehr sicherzustellen sein. Die Zeit drängt", so die Mahnung.

Auch die Pflegekammer Niedersachsen hat gefordert, u. a. verschiebbare Eingriffe auszusetzen, um mehr Pflegefachpersonal für Intensivstationen zu gewinnen.  

Personal umverteilen

"Der dramatische Mangel an Pflegefachpersonal, den wir schon seit vielen Jahren haben, zeigt sich in der Corona-Krise in all seiner Wucht", sagte Kammerpräsidentin Nadya Klarmann Ende vergangener Woche. Jetzt müsse u. a. Personal umverteilt werden, außerdem brauche es "unbedingt mehr Freiwillige".

Außerdem schlug Klarmann vor, Medizinstudierende für die Arbeit auf Normalstationen zu gewinnen, um dort das medizinische Personal und das Pflegepersonal zu unterstützen.

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