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Digitalisierung

Studie: Pflegeschulen digitalisieren sich unterschiedlich

Digitalisierung der Pflegeausbildung: BIBB-Studie zeigt große Unterschiede

Die Digitalisierung der Pflegeausbildung in Deutschland kommt voran, allerdings mit deutlichen Unterschieden zwischen den Pflegeschulen. Das zeigt eine aktuell vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) veröffentlichte Studie. Während rund die Hälfte der Schulen bereits über ein ausgeprägtes Digitalisierungsprofil verfügt, weist die andere Hälfte weiterhin deutliche Entwicklungsbedarfe auf.

Für die Untersuchung analysierten Forschende die Auswirkungen des DigitalPakts Schule auf die Pflegeausbildung. Die Ergebnisse zeigen, dass die Förderung zwar wichtige Impulse für den Ausbau digitaler Infrastruktur gesetzt hat, digitale Technologien aber noch nicht flächendeckend in Unterricht, Schulorganisation und Personalentwicklung verankert sind.

Erstellt wurde die Studie vom Institut Arbeit und Technik an der Westfälischen Hochschule und vom Institut für Gesundheitsforschung und Bildung an der Universität Osnabrück.

Große Unterschiede bei der Digitalisierung von Pflegeschulen

Die Studie identifiziert verschiedene Digitalisierungsprofile von Pflegeschulen. Entscheidend für den Entwicklungsstand sind vor allem ein schulisches Digitalisierungskonzept, die technische Ausstattung sowie Qualifizierungsangebote für Lehrkräfte.

Zwar verfügen inzwischen 79,4 Prozent der Pflegeschulen über ein Digitalisierungskonzept. Deutlich seltener existieren jedoch konkrete Umsetzungsstrategien: Nur 25,9 Prozent der Schulen haben einen Implementierungsplan für die digitale Transformation, lediglich 36,5 Prozent verfügen über ein Fort- und Weiterbildungskonzept für digitale Kompetenzen des Personals.

Die Forschenden kommen zu dem Schluss, dass technische Ausstattung allein nicht ausreicht. Entscheidend sei vielmehr, digitale Medien systematisch in Unterricht, Schulentwicklung und Kompetenzaufbau zu integrieren.

DigitalPakt stärkte vor allem die Infrastruktur

Nach Angaben der Autorinnen und Autoren wurden die Fördermittel des DigitalPakts Schule überwiegend für die technische Grundausstattung eingesetzt. Dazu zählen digitale Tafeln, WLAN-Infrastruktur, Lernplattformen sowie weitere Hard- und Software.

Pflegespezifische digitale Lernumgebungen sind dagegen bislang weniger verbreitet. So verfügen nur 31,8 Prozent der Pflegeschulen über ein digital unterstütztes Skills Lab. Pflegepuppen mit digitalen Funktionen kommen an 57,9 Prozent der Schulen zum Einsatz.

Gleichzeitig sehen viele Einrichtungen weiteren Investitionsbedarf, insbesondere bei Skills Labs, Simulationstechnologien und Virtual-Reality-Anwendungen.

Forschende fordern gezieltere Unterstützung

Für einen möglichen DigitalPakt Schule 2.0 empfehlen die Forschenden, die besonderen Anforderungen der Pflegeausbildung stärker zu berücksichtigen. Förderverfahren sollten schneller und unbürokratischer werden. Zudem brauche es mehr Unterstützung bei der Schulentwicklung, der Qualifizierung von Lehrkräften und der curricularen Verankerung digitaler Kompetenzen.

Darüber hinaus empfehlen die Autorinnen und Autoren, die digitale Vernetzung zwischen Pflegeschulen und Praxiseinrichtungen auszubauen. Ziel müsse sein, die digitale Transformation nicht nur technisch, sondern auch pädagogisch und organisatorisch nachhaltig zu gestalten.

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