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Koalitionsverhandlungen

Digitalisierung der Pflege muss in den Fokus

Bündnis aus 7 Verbänden ruft dazu auf, die Digitalisierung in der Pflege voranzutreiben.

Der Deutsche Pflegerat (DPR) und die weiteren 6 Verbände des Bündnisses „Digitalisierung in der Pflege“ fordern eine Digitalisierungsoffensive in der Pflege unter der kommenden Regierung. Anlässlich der anstehenden Regierungsbildung hat das Bündnis am Donnerstag vier Empfehlungen veröffentlicht, um Pflegepersonal zu entlasten und die Versorgung zu verbessern.

Ziel sei es, bereits in einem künftigen Koalitionsvertrag die Weichen für eine digitalere Pflege zu stellen. Das Bündnis betonte:

"Der steigende Bedarf an Pflegeleistungen steht einem vielfach als wenig attraktiv wahrgenommenen Beruf und einem sich immer weiter verschärfenden Personalmangel gegenüber. Zuletzt hatte die Corona-Pandemie die Grenzen des bisherigen Systems aufgezeigt. Die neue Regierung – ganz gleich welcher Konstellation – muss deshalb einen Wandel anstoßen."

4 Empfehlungen

  1. Einrichten eines Kompetenzzentrums Digitale Pflege
    Ähnlich dem health innovation hub (hih) des Bundesgesundheitsministeriums soll das Kompetenzzentrum strategische und technisch-fachliche Aufgaben übernehmen und die unterschiedlichen Akteure miteinander vernetzen. Das zentrale Gremium soll dafür sorgen, dass die Pflege und deren Spezifika bei allen Digitalisierungsbemühungen im Gesundheitsbereich stärker berücksichtigt werden.
  2. Erstellen eines Nationalen Strategieplans "Digitalisierung in der Pflege"
    Das Kompetenzzentrum soll einen Strategieplan erstellen, um strukturiert bestehende Hemmnisse anzugehen und ungenutzte Potenziale zu erschließen.
  3. Digitale Teilhabe ermöglichen & assistive Technologien fördern
    Um digitale Technologien und Anwendungen nutzen und damit Pflegende entlasten zu können, soll eine digitale Mindestausstattung für ambulante, stationäre und klinische Pflegeeinrichtungen definiert werden.
  4. Digitalisierungskosten refinanzieren
    Für eine nutzenstiftende Digitalisierung der Pflege sollen die entstehenden Folgekosten refinanziert werden. Laut Bündnis müssen dazu die Sozialgesetzbücher V und XI sowie das Krankenhausfinanzierungsgesetz ergänzt werden.

 

Neben dem DPR gehören Bündnis "Digitalisierung in der Pflege" der Bundesverband Gesundheits-IT (bvitg), der Verband der diakonischen Dienstgeber in Deutschland (VdDD), der Deutsche Evangelische Verband für Altenarbeit und Pflege (DEVAP), der Fachverband Informationstechnologie in Sozialwirtschaft und Sozialverwaltung (Digitalverband Finsoz), der Verband für Digitalisierung der Sozialwirtschaft (vediso) und der Verband katholischer Altenhilfe in Deutschland (VKAD) an.

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