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Neurologie

DGN legt 5 Pflege-Curricula auf

Mit einem neuen Kurskonzept will die Deutsche Gesellschaft für Neurologie das Fachgebiet für Pflegepersonen attraktiver machen.

Die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) hat gemeinsam mit den jeweiligen Partnerfachgesellschaften 5 neurologische Pflege-Curricula erstellt. Das "größere", strategische Ziel dahinter sei, den Fachbereich der Neurologie für Pflegende "bewältigbar" und auch attraktiver zu machen, teilte die Gesellschaft vergangenen Freitag mit.

Weiterbildung in 6–12 Monaten abgeschlossen

Die Curricula betreffen die Bereiche:

  • Schlaganfall
  • Parkinson
  • Epilepsie
  • Multiple Sklerose (MS)
  • Demenz.

Die Kurse richteten sich an Pflegepersonal, das in der Neurologie bereits Fuß gefasst habe und sich jetzt weiterqualifizieren wolle. Die Ausbildung sei in einzelnen Modulen so organisiert, dass jede Weiterbildung in 6–12 Monaten abgeschlossen sei.

Angebot an neurologischen Fortbildungen für Pflegepersonal gering

Neurologie sei Teamarbeit, verdeutlichte die Sprecherin der DGN-Kommission "Interprofessionelle Zusammenarbeit in der Neurologie", Waltraud Pfeilschifter. Zwar gebe es viele neurologische Fortbildungsmöglichkeiten, aber noch wenige für die Pflegenden. Die Curricula seien deshalb entstanden zusammen mit der Expertise der Pflegedidaktik und verschiedenen Pflege-Weiterbildungsstätten.

Aufgrund des generalistischen Ansatzes der Pflegeausbildung sei wichtig, sich in bestimmten Bereichen zu spezialisieren. Zudem sei es kaum leistbar, bei der Vielzahl neuer Medikamente und Therapieformen den Überblick zu behalten. So unterscheide sich z. B. die Pflege auf einer MS-Station "elementar" von jener auf einer Stroke Unit, konkretisierte Pfeilschifter. Mit den neuen Curricula wolle die DGN Pflegende inhaltlich auf dem neuesten Stand halten und ihnen gleichzeitig die Perspektive bieten, ihre eigene Karriere über besondere Qualifikationen positiv zu entwickeln.

Therapieen und Nebenwirkungsmanagement in Hospitationen kennenlernen

Wichtig sei zu erlernen, wie sich das jeweilige Krankheitsbild definiere, was die wesentlichen Aspekte der Therapie und des Nebenwirkungsmanagements seien. Denn um Nebenwirkungen frühzeitig zu erkennen, müssten Pflegefachpersonen wissen, welche Komplikationen unter welcher Therapie auftreten könnten, wie diese zu erkennen und vorzubeugen seien.

Die in den Curricula fest verankerten Hospitationen wertete Pfeilschifter als "besonders wichtig", um Erfahrungen an verschiedenen Einsatzorten zu sammeln.

Pflegepersonal als Vermittler zwischen Ärzteschaft und Patienten

Ein weiterer Fokus der Curricula sei die Kommunikation. Denn oft seien es zuerst die Pflegenden, denen sich Patientinnen und Patienten anvertrauten. Vielfach fungierten Pflegende auch als Übersetzerinnen und Übersetzer zwischen Ärztinnen bzw. Ärzten und Patientinnen bzw. Patienten.

Pfeilschifter beschrieb:

"Durch den engeren Kontakt haben Pflegende oft ein viel feineres Ohr für Zwischentöne und Sorgen und bekommen mehr mitgeteilt. Gleichzeitig können sie das, was Ärztinnen und Ärzte den Betroffenen sagen, vermitteln bzw. 'übersetzen', wofür fachliche Kompetenz einfach unverzichtbar ist. Auch dafür ist die Fortbildung wichtig."

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