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Pflegeforschung

Depressionen im Pflegeheim bleiben oft unerkannt

Nur gut 40 % der Heimbewohner, die von einer akuten Depression betroffen sind, erhalten Forschungsergebnissen zufolge auch eine Therapie.

Bewohnerinnen und Bewohner in Pflegeheimen erkranken häufig unbemerkt an Depressionen. Das zeigen Studienergebnisse im Rahmen des Projekts "DAVOS – Depression im Altenpflegeheim: Verbesserung der Behandlung durch ein gestuftes kollaboratives Versorgungsmodell".

30 % leiden an akuter Depression, nur gut 40 % erhalten Therapie

Demnach würden depressive Erkrankungen oft nicht behandelt, obwohl diese auch im höheren Lebensalter gut therapierbar seien, erläuterte die wissenschaftliche Mitarbeiterin des Projekts, Katja Kraus, am Montag gegenüber dem Evangelischen Pressedienst (epd).

Die Studienlage weise darauf hin, dass 30 % der Bewohnerinnen und Bewohner an einer akuten Depression litten, doch nur rd. 43 % von ihnen eine ärztliche Diagnose und eine Therapie erhielten.

Gemeinsames Forschungsprojekt

Das DAVOS-Projekt ist eine Gemeinschaftsforschung des Hessischen Instituts für Pflegeforschung mit der Goethe-Universität Frankfurt, der Frankfurt University of Applied Sciences und der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz. Gemeinsam wollen sie herausfinden, wie die Versorgung von depressiven Menschen in Pflegeheimen verbessert werden kann. Kraus verdeutlichte gegenüber des epd:

"Es ist davon auszugehen, dass etwa die Hälfte der Bewohnerinnen und Bewohner mit Depression keine adäquate Therapie erfährt."

Derzeit sehe die Regelversorgung eine Psychotherapie in Altenpflegeeinrichtungen nicht vor.

Altersdepression hat andere Symptome

Im Projekt zeige sich, dass die Diagnose der Depression u. a. aufgrund der besonderen Symptomatik im Alter erschwert werde.

Die Symptome einer Altersdepression äußerten sich eher durch Beschwerden und Schmerzen, die den gesamten Körper betreffen könnten. So klagten Seniorinnen und Senioren mit Depression z. B. über Rückenschmerzen, Kopfschmerzen und Magen-Darm-Beschwerden.

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