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Parteien-Check für Pflegepolitik

DBfK startet "PflegOMat" zur Bundestagswahl

Mithilfe eines neuen Tools können Interessierte prüfen, wie sich die Parteien pflegepolitisch zur Bundestagswahl aufstellen.

Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) hat vor der nahenden Bundestagswahl am 26. September den "PflegOMat" gestartet. Wählerinnen und Wähler können mithilfe des Tools überprüfen, wie CDU/CSU, SPD, FDP, Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke ihre pflegepolitischen Forderungen umsetzen wollen.

Bundestagswahl muss Pflegewahl werden

Pflegepolitik müsse ein zentrales Wahlkriterium für alle Wahlberechtigten sein und die Bundestagswahl auch eine Pflegewahl werden, sagte DBfK-Präsidentin Christel Bienstein am Mittwoch in Berlin.

Denn:

"Früher oder später sind wir alle auf professionelle Pflege angewiesen – sei es durch eine Erkrankung, einen Unfall oder altersbedingt. Professionelle Pflege kann nicht jede/r, aber sie geht alle an!"

Der massive Personalmangel in der Pflege werde sich laut Bienstein noch verschärfen. Weitere Personen würden den Beruf verlassen, gleichzeitig steige der Bedarf nach professioneller Pflege. Ohne eine "deutlich spürbare Verbesserung" der beruflichen Rahmenbedingungen könne das Pflegepersonal weder im Beruf gehalten, noch ehemalige Pflegende zurückgewonnen oder neue Menschen für den Job begeistert werden.

Der DBfK hat deshalb den genannten Parteien 9 pflegepolitische Fragen bzw. Forderungen eingereicht und sie aufgefordert, sich dazu zu positionieren. Die Parteien konnten sich außerdem dazu äußern, wie sie Forderungen umsetzen wollen oder warum sie Forderungen ablehnen. Ihre Antworten sind in den PflegOMat eingeflossen. Diese werden angezeigt, sobald Interessierte selbst die 9 Fragen beantwortet haben. Anhand der eigenen Antworten generiert der PflegOMat ein Ranking der Parteien und zeigt an, wie hoch die jeweilige Übereinstimmung mit den Positionen der Parteien ist.

Warum sich die Profession Pflege keine weiteren vier Jahre politischen Stillstand erlauben kann

Die September-Ausgabe von Die Schwester | Der Pfleger steht im Zeichen der nahenden Bundestagswahl. Die Präsidentin des Deutschen Pflegerats, Christine Vogler, verdeutlicht im Interview u. a., welche Forderungen an die nächste Bundesregierung zu stellen sind und welcher Partei sie am ehesten zutraut, die drängenden Probleme der Profession Pflege zu lösen.  Abonnentinnen und Abonnenten können die Titelstrecke und alle weiteren Artikel der Ausgabe bereits jetzt online lesen.

Neben dem PflegOMat lohne sich zusätzlich ein Blick in die Wahlprogramme der einzelnen Parteien, um zu sehen, wie konkret Pflegepolitik mitgedacht worden sei, so Bienstein weiter.

Auf der Themenseite zur Bundestagswahl hat der DBfK außerdem eine Gegenüberstellung der Wahlprogramme vorgenommen und bietet zur Vorbereitung auf die Bundestagswahl auch wöchentliche Talk-Runden zu den Kernforderungen des DBfK an.

Bienstein:

"Ich kann nur allen beruflich Pflegenden raten, sich mit den Wahlprogrammen der Parteien aufmerksam auseinanderzusetzen. Mit unserem PflegOMat kann man sich schnell einen Überblick verschaffen, wie die Parteien nach der Wahl pflegepolitisch agieren wollen."

Auch der Bundesverband Pflegemanagement hat wesentliche Stellungnahmen der Parteien zur Pflegepolitik zusammengefasst und am Donnerstag veröffentlicht.

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