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Pakt für öffentlichen Gesundheitsdienst

DBfK: Pflegerische Kompetenzen im ÖGD verankern

Der von der Regierungskoalition geplante ÖGD-Ausbau solle laut DBfK auch pflegerische Kompetenzen einbeziehen.

Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) fordert, Pflegefachpersonen strukturell im Öffentlichen Gesundheitsdienst zu verankern, um in dessen geplanten Ausbau pflegerische Fachkompetenz einzubeziehen.

Pläne zur langfristigen Stärkung der Gesundheitsämter finden sich im "Pakt für den öffentlichen Gesundheitsdienst" (ÖGD-Pakt) als Teil (Punkt 50) des von der Regierungskoalition Anfang Juni beschlossenen und milliardenschweren Konjunktur- und Zukunftspakets.

Von den darin veranschlagten rund 130 Mrd. Euro sind bis zum Jahr 2026 etwa 4 Mrd. Euro für den ÖGD-Ausbau – Personal, Digitalisierung und moderne Strukturen – vorgesehen, gab Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) in der Vorwoche bekannt. In den Ländern sollen demnach bis Ende 2021 min. 1.500 neue Stellen für Ärztinnen und Ärzte sowie Fach- und Verwaltungspersonal geschaffen werden. Bis Ende 2022 min. 3.500 weitere Vollzeitstellen.

Potenziale von Pflegefachpersonen im ÖGD verankern

Mit dem Pakt reagieren Bund und Länder v. a. auf die Herausforderungen durch die Pandemie.
Gesundheitsförderung, Schulgesundheitspflege, Prävention – das seien Aufgaben von Pflegefachpersonen. Ein Potenzial, das aktuell noch viel zu wenig genutzt werde, kritisiert der DBfK.

"Wir begrüßen den Ausbau des Öffentlichen Gesundheitsdienstes sehr", so DBfK-Präsidentin Christel Bienstein am Mittwoch in Berlin. "Dabei sollten wir die Chance nutzen und uns die internationalen Vorbilder anschauen. Public Health Nurses, School Nurses, Family Health Nurses oder die Community Health Nurses übernehmen in unseren Nachbarländern eine entscheidende Rolle im Gesundheitswesen. Sie sind nah dran an den Menschen vor Ort und begleiten zum Beispiel Familien von Anfang an. Die Hemmschwelle, sich bei Fragen, Beratungsbedarf oder Problemen an sie zu wenden, ist weit geringer, als wenn man eine Ärztin oder einen Arzt im Gesundheitsamt ansprechen soll."

Niedrigschwellige Zugänge nutzen

Niedrigschwellige Zugänge zum Öffentlichen Gesundheitsdienst sind aus DBfK-Sicht sinnvoll. "Von einer bekannten Person im Ort oder Stadtteil nimmt man die Beratung beispielsweise für die Hygieneregeln leichter an, weil das Vertrauen da ist. Eine Community Health Nurse kennt ihren Stadtteil und weiß, welche Bedarfe bestehen und wer welche Informationen benötigt", so Bienstein weiter. "Mit der School Nurse hätte man schnell angepasste Hygienekonzepte für die Schulen oder Kitas vor Ort entwickeln können. Die Hygieneregeln können durch die Pflegefachperson vermittelt und geübt werden, genauso wie School Nurses Gesundheits- oder Ernährungswissen mit den Kindern einüben."
 

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