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Versicherungsschutz

Corona-Infektion als Berufskrankheit

Papier von DIVI und DGUV informiert Beschäftigte im Gesundheitsdienst über COVID-19 als Berufskrankheit.
Papier von DIVI und DGUV informiert Beschäftigte im Gesundheitsdienst über COVID-19 als Berufskrankheit.

Die COVID-19-Erkrankung von beruflichen oder ehrenamtlichen Mitarbeitenden in stationären und ambulanten Einrichtungen sowie in Laboratorien kann als Berufskrankheit anerkannt werden. Welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, wer versichert ist und welche Leistungen gezahlt werden, erläutern der Spitzenverband der Berufsgenossenschaften und Unfallkassen der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) und die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) in einer gemeinsamen Information für Betriebe und Beschäftigte. 

Grundsätzlich müssten für eine Anerkennung als Berufskrankheit drei Voraussetzungen vorliegen:

  • Kontakt mit SARS-CoV-2-infizierten Personen im Rahmen der beruflichen Tätigkeit im Gesundheitswesen und
  • relevante Krankheitserscheinungen, wie Fieber oder Husten, und
  • positiver Nachweis des Virus durch einen PCR-Test

Bestehe ein Verdacht auf eine SARS-CoV-2-Infektion, sei die behandelnde Ärztin bzw. der behandelnde Arzt oder die Betriebsärztin bzw. der Betriebsarzt auf einen möglichen beruflichen Zusammenhang anzusprechen. Ärztinnen und Ärzte sowie der Arbeitgeber seien verpflichtet, dem zuständigen Träger der gesetzlichen Unfallversicherung den begründeten Verdacht auf eine Berufskrankheit anzuzeigen.

Unfallversicherung bezahlt Heilbehandlung und Reha

Werde die Erkrankung als Berufskrankheit anerkannt, übernehme die gesetzliche Unfallversicherung die Kosten der Heilbehandlung sowie der medizinischen, beruflichen und sozialen Rehabilitation. Bleibe die Erwerbsfähigkeit gemindert, zahle die Unfallversicherung ggf. auch eine Rente. Im Todesfall könnten Hinterbliebene eine Hinterbliebenenrente erhalten. Auch die Kosten für einen SARS-CoV-2-Test übernehme die Versicherung unter bestimmten Umständen, etwa bei direktem beruflichem Kontakt mit einer infizierten Person.

Für Einrichtungen in öffentlicher Trägerschaft ist das die regional zuständige Unfallkasse bzw. der regionale Gemeinde-Unfallversicherungsverband zuständig. Für Einrichtungen in privater oder kirchlicher Trägerschaft ist es die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW). Weitere Informationen zur Anerkennung von Infektionskrankheiten als Berufskrankheiten sowie das ärztliche Anzeigeformular gibt es online unter www.dguv.de sowie auch auf den Seiten der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW).

Welche Regeln im Einzelnen zu beachten sind, hat bereits im April Eingliederungsmanager und Schwerbehindertenvertreter Andreas Spieker vom Evangelischen Krankenhaus Herne gegenüber BibliomedPflege erklärt.

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