Am Vivantes Auguste‑Viktoria‑Klinikum (AVK) ist eine neue Chest Pain Unit (CPU) zertifiziert worden. Die spezialisierte Einheit dient der schnellen Abklärung und Behandlung von Patientinnen und Patienten mit akuten Brustschmerzen oder Luftnot.
Chest Pain Units sind nach Vivantes-Angaben darauf ausgerichtet, potenziell lebensbedrohliche Erkrankungen wie Herzinfarkt, Lungenembolie oder kardiogenen Schock frühzeitig zu erkennen und zeitnah zu versorgen. Die CPU ist organisatorisch in die Klinik für Innere Medizin – Kardiologie, Diabetologie und konservative Intensivmedizin eingebunden.
Enge Abläufe und interdisziplinäre Zusammenarbeit
Die CPU am AVK arbeitet eng mit der Zentralen Notaufnahme, der kardiologischen Intensivstation sowie den Herzkatheterlaboren zusammen und ist räumlich angebunden. Diagnostik und Behandlung erfolgen standardisiert. Zur Verfügung stehen unter anderem EKG, Echokardiografie, Laboruntersuchungen, Cardio‑CT, Cardio‑MRT sowie Herzkatheterlabore, die rund um die Uhr einsatzbereit sind. Eine CPU ermögliche eine rasche und zielgerichtete Versorgung von Patientinnen oder Patienten mit – im schlimmsten Fall lebensbedrohlichen – Erkrankungen des Herz‑Kreislaufsystems und erhöhe somit die Überlebenschancen bei Herz‑Kreislauf‑Notfällen deutlich, teilte Vivantes am Montag mit.
Zertifizierung und Rolle der Pflege
Die Chest Pain Unit wurde von der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie zertifiziert. Die Zertifizierung setzt unter anderem ein jederzeit verfügbares Herzkatheterlabor, klar definierte Abläufe, den Einsatz fachärztlichen Personals innerhalb kurzer Zeitfenster sowie speziell geschultes Pflegepersonal voraus.
Typische Warnsignale sind:
- starker Druck- oder Stechschmerz in der Brust,
- Schmerzen in Arm, Rücken, Hals oder Kiefer,
- Übelkeit, Atemnot, Schweißausbrüche, Blässe,
- oft auch starke Angst.
Neben dem Auguste‑Viktoria‑Klinikum betreibt Vivantes eine weitere CPU am Vivantes Klinikum Neukölln.