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Pflegeausbildung

Bund-Länder-Programm soll Mangel an Pflegelehrern angehen

DEVAP und VKAD blicken mit Sorge auf den Mangel an Lehrpersonal an Pflegeschulen. Sie fordern deshalb Unterstützung durch ein Bund-Länder-Programm.

Der Deutsche Evangelische Verband für Altenarbeit und Pflege (DEVAP) sowie der Verband katholischer Altenhilfe in Deutschland (VKAD) blicken mit Sorge auf den Mangel an Lehrpersonal an Pflegeschulen. Sie fordern deshalb einen "massiven" Aufbau von Studienstrukturen für Pflegelehrpersonal. Ein Bund-Länder-Programm solle bei der Bewältigung dieser Aufgaben unterstützen, forderten beide Verbände am Mittwoch.

Geplante Erhöhung der Ausbildungszahlen geht nicht ohne Lehrpersonal

DEVAP-Vorsitzender Wilfried Wesemann sagte:

"Damit die schulische Pflegeausbildung auch weiterhin auf dem qualitativ und quantitativ hohen Niveau angeboten werden kann, wie es im Pflegeberufegesetz vorgesehen ist, brauchen wir dringend die Unterstützung von Bund und Ländern."

Aufgrund des Mangels an Lehrpersonal könne die von der Konzertierten Aktion Pflege geplante Erhöhung der Ausbildungszahlen um 10 % bis 2023 nicht erreicht werden.

Auf dem Arbeitsmarkt sei "schlicht nicht genügend Personal" vorhanden, um noch mehr Pflegeauszubildende zu unterrichten.

Die Kapazitäten müssten mit zusätzlichen Übergangsregelungen auf Landesebene, öffentlichkeitswirksamer Unterstützung auf Bundesebene und auch standardisierten Ausbildungsvergütungen deutlich erhöht werden, so Wesemann weiter.

VKAD-Vorsitzende Eva-Maria Güthoff ergänzte:

"Die Mehrheit der Bundesländer vernachlässige die Bildung von Lehrpersonal seit Jahrzehnten systematisch."

Studium der Pflegepädagogik attraktiver machen

DEVAP und VKAD forderten am Mittwoch zudem einen erleichterten Seiteneinstieg in das Studium der Pflegepädagogik. Nach Ansicht der Verbände müsse es eine Anerkennung vorhandener Qualifikationen geben, damit die Bildungszeit "sinnvoll" verkürzt werden könne.

Denn ein berufsbegleitendes Studium der Pflegepädagogik gehe meist einher mit einer reduzierten Arbeitszeit und vermindertem Einkommen. Zusätzliche Unterstützungsangebote könnten die Attraktivität eines Studiums erhöhen.

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