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Altenpflege

Brandenburg fehlen 44.000 Pflegepersonen bis 2030

Brandenburg benötigt in den kommenden 9 Jahren insgesamt mehr Pflegende als derzeit im Land tätig sind.

Angesichts einer alternden Gesellschaft werden in Brandenburg bis 2030 rund 44.000 neue Pflegende gebraucht. Dies geht aus der am Montag vorgestellten Studie "Zur Situation Älterer im Land Brandenburg" im Auftrag des Sozialministeriums hervor.

Demnach werde der Anteil der über 65-Jährigen in Brandenburg in den kommenden 9 Jahren stark ansteigen: von derzeit rd. einem Viertel auf knapp ein Drittel (31 %) der Landesbevölkerung – ein Plus von 130.000 auf über 760.000. Noch 2013 seien es 200.000 Seniorinnen und Senioren weniger gewesen.

In einer Pressemitteilung des Sozialministeriums heißt es dazu:

"Brandenburg altert damit schneller als andere Regionen in Deutschland." 

Zudem habe sich die Zahl der Pflegebedürftigen in Brandenburg seit 2001 auf aktuell 154.000 mehr als verdoppelt – Tendenz steigend. Laut Studie fehlten daher für die Altenpflege in den kommenden neun Jahren mehr Pflegepersonen, "als aktuell im Land tätig sind".

Sozialministerin Ursula Nonnemacher (Grü­ne) sagte:

"Die Aufgabe besteht darin, eine wachsende Zahl von Pflegebedürftigen mit immer weniger jungen Men­schen als Nachwuchskräfte in der Pflege zu versorgen."

Modellland Brandenburg

Das Land habe daher bereits einige Modellprojekte und den Pakt für Pflege angestoßen. Ziel sei es, "dass die Menschen so lange wie möglich zu Hause auch von Angehörigen gepflegt werden können“" so Nonnenmacher. Bran­den­burg könne ein Modellland werden für das Zusammenleben in einer älter werdenden Gesell­schaft.

Dazu seien neben der ambulanten Pflege auch der Ausbau sozia­ler Kontakte für Seniorinnen und Senioren und nachbarschaftliche Hilfe notwendig, erklärte die Ministerin:

"Es bedarf der Unterstützung gesamten Gemeinde, um die Pflegebedürftigen zu Hause zu versorgen."

Laut Studie ist die Pflege im häuslichen Umfeld besonders typisch für Brandenburg und macht etwa 82 % der Pflegebedürftigen aus. Damit liegt die Quote der Bedürftigen in häuslicher Pflege über dem Bundesdurchschnitt.

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