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Erster Bericht des Rats der Arbeitswelt

"Besonderer Handlungsbedarf" in der Pflege

Der Rat der Arbeitswelt drängt in seinem ersten Bericht auf Verbesserungen im Pflegeberuf.

Der Rat der Arbeitswelt hat in der Vorwoche seinen ersten Bericht an Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) übergeben. Darin benannt sind die wichtigsten Handlungsfelder, die sich aus den Folgen der Covid-19-Pandemie nach Sicht des Rats ergeben haben. Gleichzeitig gibt der Rat auch Empfehlungen für die Bewältigung und längerfristige Gestaltung der Arbeitswelt.

Aufwertung der Pflegeberufe voranbringen

Besonderen Handlungsbedarf sehen die Sachverständigen u. a. in der Aufwertung der Pflegeberufe. Die berufliche Pflege benötige "dringend strukturelle Verbesserungen". Die Umsetzung vorhandener Instrumente zur Personalbemessung sei hier ein wesentlicher Faktor. Geeignete Instrumente lägen teilweise zwar bereits vor, wichtig sei jedoch deren bundeseinheitliche Implementierung.

Erhöhung der Tarifbindung in der Altenpflege notwendig

Zudem seien zeitnahe Lösungen für flächendeckend bessere Löhne und zur Erhöhung der Tarifbindung in der Altenpflege notwendig.

Angesichts der bestehenden Fachpersonalengpässe stünden Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen vor der Herausforderung, sich diverse Beschäftigtengruppen zu erschließen. Neue Personal- und Qualifikationsmixe schafften hier erweiterte Chancen auch für niedrigschwellige Berufseinstiege, z. B. auch rund um das Berufsfeld Pflege wie in Service und Assistenz, so der Rat.

"Digitale Agenda der Pflege" etablieren

Außerdem brauche es mehr Orientierung darüber, wie für geeignete und motivierte Personen neue Berufs- und Qualifizierungswege zur Pflegefachperson möglich werden könnten.

Der Rat empfiehlt auch interministerielle bzw. ressortübergreifende Vereinbarungen für die Entwicklung und Umsetzung einer arbeits- sowie beschäftigungsorientierten "Digitalen Agenda der Pflege".

Der Rat der Arbeitswelt ist von Heil berufen worden, um Orientierung zum Wandel der Arbeitswelt zu geben. Er besteht aus 9 Mitgliedern aus der Wirtschaft, Gewerkschaften und Forschung. 

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