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Pflegeausbildung

Abschlussprüfungen sollen stattfinden

Die Pflegekammer in Schleswig-Holstein fordert Übergangsregelungen, damit die bevorstehenden Examensprüfungen in der Pflege möglich sind.

Die Pflegekammer in Schleswig-Holstein hat die Landesregierung aufgefordert, eine Übergangsregelung zu finden, damit die bevorstehenden Examensprüfungen in der Pflege – wenn auch unter veränderten Bedingungen – möglich sind.

"In einem systemrelevanten Beruf wie der Pflege können wir es uns (…) nicht leisten, die Abschlussprüfungen auf die lange Bank zu schieben", sagte Bildungsexpertin und Kammervorstandsmitglied Anke Fesenfeld am Dienstag. Die jetzt vor den Prüfungen stehenden Pflegenden seien für die Patientenversorgung in der Corona-Pandemie unverzichtbar.

"Sie arbeiten unter einem enormen Druck, mit dem Risiko, selbst zu erkranken oder andere Menschen mit dem Virus anzustecken", betonte Fesenfeld. "Sie benötigen Sicherheit, wann und wie sie ihre Prüfungen zeitnah absolvieren und als verantwortlich Pflegende arbeiten können."

WIE PRÜFUNGEN UNTER CORONA AUSSEHEN KÖNNTEN

Examensprüfungen in der Pflege bestehen aus einem schriftlichen, mündlichen und praktischen Teil. Letzterer findet direkt in den Kliniken und Pflegeeinrichtungen statt und setzt die Anwesenheit von 2 externen Prüfern voraus. "Das ist aber aus Gründen des Infektionsschutzes derzeit nicht zulässig und wird auch über Monate hinweg nicht möglich sein", so Fesenfeld.

Dabei gäbe es eine andere Möglichkeit: Man könnte aus den bisherigen praktischen Einsätzen eine Vornote ermitteln und diese Bewertung um eine simulierte Prüfung in einem Demonstrationsraum am Lernort Schule ergänzen. "Ein simuliertes Setting hat zudem den Vorteil, dass die Prüfungen so fair und vergleichbar wie möglich ablaufen."

Auch sei es möglich, die theoretischen und mündlichen Prüfungen wie gewohnt in den Pflegeschulen zu absolvieren, sofern die Abstands- und Hygieneregelungen beachtet würden. Für eine solche Übergangslösung brauche es aber die Genehmigung des Landes. 

"WIR LAUFEN GEFAHR, DIESE JUNGEN MENSCHEN AUSZUBRENNEN"

"In der Examensphase werden die Auszubildenden im Praxisbetrieb normalerweise besonders geschont, um sich auf die anstehenden Prüfungen vorbereiten zu können", erläuterte Fesenfeld. "In der jetzigen Corona-Pandemie ist diese individuelle Vorbereitung nicht möglich, da die jungen Pflegenden voll mitarbeiten müssen und für die Patientenversorgung unersetzlich sind."

Diese Versorgung gehe aber mit einem hohen psychischen Druck einher, der durch die Unsicherheit um das anstehende Examen noch verschärft werde. "Im Moment laufen wir Gefahr, genau diejenigen auszubrennen, die wir in Zukunft so dringend benötigen", mahnte die Bildungsexpertin. Deshalb sei es enorm wichtig, ihnen Sicherheit für ihre berufliche Perspektive zu geben und damit auch die Wertschätzung, die sie für ihren persönlichen Einsatz in dieser schwierigen Zeit verdienten.

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