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Hitzewellen während COVID-19-Pandemie

6 Tipps für die Arbeit in Schutzausrüstung bei extremer Hitze

3 große Organisationen haben Tipps für Pflegende zusammengestellt, wie sie die Corona-Pandemie und die aktuelle Hitzewelle bewältigen können.
3 große Organisationen haben Tipps für Pflegende zusammengestellt, wie sie die Corona-Pandemie und die aktuelle Hitzewelle bewältigen können.

Pflegende sind dieser Tage gleich mit 2 herausfordernden Situationen konfrontiert: Sie kämpfen in persönlicher Schutzausrüstung (PSA) gegen das Corona-Virus und sind einer extremen Hitzewelle ausgesetzt.

Doch auf diese Doppelbelastung sei Deutschland nicht vorbereitet. Darauf weisen die Deutsche Allianz Klimawandel und Gesundheit (KLUG), die Stiftung Gesunde Erde – Gesunde Menschen und das Aktionsbündnis Health for Future in einer gemeinsamen Mitteilung von vergangenem Freitag hin.

Hohe Belastung, Risiko für Fehler steigt

Die PSA erschwere die Ableitung der Körperwärme. Hitzewellen, die hierzulande zunehmend wahrscheinlicher würden, verstärkten für Pflegende die hohe physische und psychische Belastung während der Arbeit.  

Zu den Tipps, die die 3 Organisationen in einem Informationsblatt zusammengestellt haben, zählen u. a.:

  • Trinken Sie kühle Getränke, bevor Sie die Schutzausrüstung anlegen.
  • Trinken Sie auch während der Pausen kühle Getränke, essen Sie kleinere Portionen, dafür häufiger, und verbringen Sie die Pausen möglichst an einem kühlen Ort.
  • Kühlen Sie in den Pausen Ihre Handgelenke, Unterarme, Gesicht und Nacken mit kaltem Wasser.
  • Verwenden Sie, wenn möglich, Kühlwesten.
  • Wechseln Sie die partikelfiltrierende Halbmaske bzw. die medizinische Gesichtsmaske, sobald sie durchfeuchtet ist oder sich der Atemwiderstand erhöht.
  • Achten Sie auf Zeichen der Hitzeerschöpfung wie Benommenheit und Schwindel bei sich sowie bei Kolleginnen und Kollegen.

Außerdem weisen die Organisationen darauf hin, dass sich die Aufmerksamkeit während der Arbeit in Schutzausrüstung bei Hitze reduzieren kann. "Das Risiko für Fehler steigt", heißt es in dem Informationsblatt für Pflegende und weitere medizinische Angestellte weiter.

Hitzemanagement fehlt

Hinzukomme: Ein effektives Hitzemanagement sei in Deutschland nahezu nicht existent.

"Deutschland ist für Hitzewellen nicht gerüstet“, kritisierte KLUG-Vorsitzender Martin Herrmann. "Es gibt kein für alle verbindliches Alarmsystem, keine Identifizierung von Gefahrenzonen und Risikogruppen, keine Hitzeleitstellen, keine Kühlzonen und keine Fortbildung für Niedergelassene, Krankenhaus- und Pflegeheim-Angestellte, mit ganz wenigen Ausnahmen."

Zwar gebe es hierzulande seit 2005 ein bundesweites Hitzewarnsystem des Deutschen Wetterdienstes mit Kanälen zu Alten- und Pflegeeinrichtungen, Landesministerien oder zuständigen Gesundheits- und Aufsichtsbehörden. In der Praxis funktioniere das aber nur eingeschränkt und von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. Hitzewarnungen sollten bei allen Betroffenen, Pflegenden und Multiplikatoren ankommen, so die Forderung der 3 Organisationen.

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